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“Trend zur treibhausneutralen Welt ist unumkehrbar”

07.11.2017 – ernst_rauch_munichreWird die Wirtschaft von morgen treibhausneutral und bekommt die Erde ein umfassendes Weltrisikomanagement? Das und viele weitere Themen diskutieren Experten aktuell auf der UN-Klimakonferenz in Bonn. Mit von der Partie ist der Munich-Re Klimaexperte Ernst Rauch, der die Ökonomie als “treibende Kraft” in der Klimapolitik sieht. Für ihn ist der Trend zur treibhausneutralen Welt “unumkehrbar”.

Als Donald Trump die USA aus dem Pariser Klimaabkommen herauslöste, war das Entsetzen groß, viele befürchteten eine Stagnation beim Planetenschutz. Das ist laut Rauch nicht eingetreten, es gebe sogar Fortschritte, da kürzlich Nicaragua dem Abkommen beigetreten sei.

Den Nutzen der Bonner Konferenz sieht er pragmatisch. Es sei eine “Zwischenkonferenz, bei der die operative Ebene im Mittelpunkt stehe.” Die zentrale Frage sei: “Inwieweit leisten einzelne Staaten die in Paris vereinbarten nationalen Klimabeiträge”?

Fest stehe laut Rauch, dass die globale Transformation zu einer treibhausneutralen Welt “unumkehrbar” sei. Insbesondere die erneuerbaren Energien würden mit “sehr hoher Geschwindigkeit” ausgebaut, angetrieben von der “ökonomischen Entwicklung”.

Die Folgen des Klimawandels

Im Jahr 2015 wurde von der G7 vereinbart, das bis ins Jahr 400 Millionen Menschen in den Schwellenländern eine Klima-oder Wetterversicherung abschließen können, um Unwetterschäden abzusichern. Es gibt aber Probleme.

Laut Rauch fehle es bei der Wetterversicherung an “staatlichen Stellen für die Ansprache – national wie kommunal”. Ein fehlender Chief Risk Officer, würde es erschweren, den “Ländern und Kommunen Möglichkeiten des Risikomanagements näherzubringen”.

Würde es so eine Institution geben, könnten die “einzelnen nationalen oder auch subnationalen Risikomanager” eine “Global Risk Management Community” bilden, erläutert der Munich-Re-Mann im Handelsblatt seine Gedanken zum Weltrisikomanagement.

Großkonzerne vorbildlich

Bei der Umsetzung von Klimazielen sieht der Geophysiker die Großkonzerne vorne. Diese würden “mit hoher Intensität” an der Umsetzung arbeiten. Im Mittelstand herrsche dagegen Nachholbedarf, besonders aufgrund fehlender finanzieller und personeller Ressourcen. (vwh/mv)

Bild: Ernst Rauch (Quelle: Munich Re)

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