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ThyssenKrupp erhält bAV-Preise für “Flexplan”

20.02.2017 – Die Bundestagswahl in diesem Herbst und deren Auswirkungen auf das Thema Altersvorsorge nahm auch auf dem diesjährigen MCC-Kongress Zukunftsmarkt Altersvorsorge breiten Raum ein. Womit muss eine Branche rechnen, die auf langfristige Verlässlichkeit setzt, welche Hausaufgaben hat die Politik zu machen und welche Forderungen stellt die Versicherungswirtschaft dem entgegen? Fragen die VWheuteTV Branchenvertretern und Experten vor Ort gestellt hat, mit z.T. überaschenden Antworten.

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So bewertet der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge e.V. (aba), Heribert Karch, die jüngsten Renten- und Vorsorgepläne der Bundesregierung durchaus als positiv. Karch sieht hier sogar “ein heimliches Prestigeobjekt der Bundesregierung”, allerdings, mit Blick auf den 30-jährigen Reformprozess zeigt sich der aba-Vorsitzende und Geschäftsführer Metallrente unzufrieden über die Halbzeitbilanz, wie er im exklusiven Interview mit VWheuteTV ausführt.

Bert Rürup, seines Zeichens ehemaliger Wirtschaftsweiser im Sachverständigenrat der Bundesregierung und immer noch mit einem guten Draht ins Kabinett ausgestattet, heute in seiner Funktion als Präsident des Handelsblatt Research Instituts und Tagungsleiter des Zukunftsmarkts Altersvorsorge, hatte seinen Eröffnugsvortrag ebenfalls politisch ausgerichtet und die Überschrift gegeben: “Rentenpolitik im Vorfeld der Bundestagswahl: Die Gewinner und Verlierer”. Wer wo zu finden ist und mit welcher Dynamik die Branche noch bis zur Wahl rechnen muss, erklärt der Rentenexperte hier im Video:

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, war es ein Anliegen auf die Resilienz der Deutschen Wirtschaft hinzuweisen. Die diversen Schocks im Jahr 2016, ausgelöst durch Brexit, Türkei-Putsch, Italien-Referendum und Trump hätten die westlichen Volkswirtschaften gut verkraftet und das werde auch in Zukunft durchaus so blieben, so Heise weiter, auch wenn sich in den USA eine Zinswende abzeichnet.

Höhepunkt des MCC-Kongress “Zukunftsmarkt Altersvorsorge” war die traditionelle Verleihung des Deutschen bAV-Preises. Den 1. Preis in der Kategorie Großunternehmen errang die Deutsche Lufthansa für ihr innovatives bAV-Modell welches nicht nur neu verpflichteten Managern des Unternehmens, sondern auch den altgedienten Führungskräften einen neuen Management Pension Plan anbietet. Dieser zeichnet sich durch eine ausgewogene Kapitalanlage, administrativ beherrschbare Wahlmöglichkeiten sowie zahlreiche Eigenbeteiligungsoptionen aus. Laudatio und Dank hier im Video:

Ebenfalls einen 1. Preis gewann die ThyssenKrupp AG für ihren neu aufgesetzten “Flexplan – neue bAV für Fach- und Führungskräfte”, die sich die Vereinfachung der Komplexität auf die Fahnen geschrieben hat und via App und Videos das Interesse und die Eigenverantwortung der betroffenen Mitarbeiter stärkt, wie die Ausgezeichneten in ihrer Dankesrede erläuterten.

Den 3. Preis erhielt das Unternehmen Innogy SE für ihre “App in der Zukunft – Die Vorsorge-App, die umfassend berät”.

In der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen gewann das Familienunternehmen ECE Projektmanagement GMBH & Co KG für seine neugestaltetete bAV “Heute schon an Morgen denken”. “Wir möchten die Mitarbeiter auch dazu anhalten, eigeninitiativ etwas für ihre Altersversorgung zu tun. Daher haben wir uns bei der Einführung der ‘ECE-Grundvorsorge’ für ein Matching-Contribution-Modell unter Anwendung des Opting-out-Prinzips und für einen Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung entschieden” erklärt CEO Alexander Otto.

Platz zwei ging an die Eisenmann SE für ihr Modell “Chance 2017″. Dort haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Beiträge monatlich in einem Korridor von ein bis zwei Prozent von Ihrem Monatsgehalt einzuzahlen. Eisenmann „matched“ die Arbeitnehmerbeiträge zu 100 Prozent und sämtliche Informationen sind jederzeit über ein Online-Portal tagesgenau einsehbar. Den dritten Rang belegte die Samson Aktiengesellschaft.

Mit dem Wechsel der Leistungszusage in eine Beitragszusage ist der Wert der bAV transparent geworden und schließt alle Beschäftigten und Auszubildenden ab Eintritt ein. Mit einer Beitragsstaffel sind alle Hierarchieebenen im Unternehmen aufgenommen, Karrieren werden durch die Ausrichtung am Gehalt abgebildet. Durch die Rückdeckungsversicherung ist das Finanzierungsrisiko auch für Samson selbst entschärft worden. Durch die Anpassungsregelung von mindestens zwei Prozent pro Jahr werden spätere Rentenanpassungen vorfinanziert. Damit hinterlässt die neue bAV nachfolgenden Generationen keine Lasten, so das Unternehmen abschließend. (vwh/ak)

Bild: Die strahlenden Sieger des diesjährigen bAV-Preises. (Quelle: Alexander Kaspar)

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