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Standard-Riester forciert den Wettbewerb

28.03.2018 – Riester_BayerischeDie Riester-Rente hat in Deutschland bessere Zeiten erlebt. Eine Grünen-Anfrage an die Bundesregierung ergab kürzlich, dass rund 3,3 Millionen-Verträge derzeit ruhend gestellt sind. Dennoch fordern führende Wirtschaftsexperten nun die Einführung einer standardisierten Riester-Rente nach europäischem Vorbild.

So führe “ein Standard-Riester-Rente mit einfach nachvollziehbarer und klar ausgewiesener Kostenstruktur führt zu mehr Wettbewerb. Ein Standardprodukt unterstützt somit die (in Deutschland ungenügende) Markttransparenz und verschafft den Versicherten zugleich eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Anbietern von Altersvorsorgeprodukten.”, glauben Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München, Markus Roth von der Uni Marburg und Gerd Wagner vom DIW Berlin einem Gastbeitrag für FAZ.

Als mögliche Vorbilder sehen die Experten die Modelle in Schweden (AP7) und in Großbritannien (NEST). “Das Standard-Vorsorgeprodukt ist in Schweden in der ersten, im Vereinigten Königreich in der zweiten Säule der Alterssicherung angesiedelt, möglich ist selbstverständlich auch eine Ansiedlung in der dritten Säule des deutschen Alterssicherungssystems – so sieht es der Koalitionsvertrag vor.

Die genaue Verortung ist jedoch letztlich nebensächlich”, betonen die Autoren weiter. Zudem zeige der Blick ins Ausland “ziemlich deutlich, dass es nicht ohne sanften Zwang gehen wird, wenn der Gesetzgeber eine kapitalgedeckte – und zusätzliche – Vorsorge zum Normalfall machen will.” (vwh/td)

Bild: Namensgeber Walter Riester (Quelle: die Bayerische)

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