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Ottonova: Sind besserer Versicherer dank digitaler Tools

22.08.2017 – Roman Rittweger - OttonovaDuales Gesundheitssystem, Digitalisierung oder die Wahlfreiheit für Beamte – die Zukunft der PKV beherrscht derzeit die Schlagzeilen. Dabei bieten gerade die digitalen Möglichkeiten große Chancen: “Der ideale Krankenversicherer ist eben nicht der, der nur im Leistungsfall da ist”, betont Ottonova-Gründer Roman Rittweger im VWheute-Interview. “Der ideale Krankenversicherer ist auch Gesundheitspartner”.

VWheute: Das Thema Ihres Vortrages heißt: “Digitaler Neustart in der PKV”. Warum ist dieser Ihrer Ansicht nach besser und was machen Sie besser?

Roman Rittweger: Die Digitalisierung hat inzwischen fast jede Industrie umgekrempelt. Die Krankenversicherung allerdings noch kaum, hier sehen wir allenfalls zaghafte Veränderungen. Und dabei gäbe es viele digitale Möglichkeiten, die Spieler in diesem System besser zu vernetzen und die Kunden so in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Daten sammeln und nutzen zu können. Und ihnen Tools an die Hand zu geben, mit denen sie ein gesünderes Leben führen können.

Das ist unsere Vision. Mit der App hat der Ottonova Versicherte schon jetzt alles rund um seine Krankenversicherung im Griff und in der Tasche. Und das ist erst der Anfang. Unsere Systeme sind so aufgebaut, dass wir uns schnell verändern oder neue Angebote integrieren können. Heute kann der Versicherte mit der App seine Gesundheitsereignisse in einer Timeline festhalten, relevante Dokumente speichern, mit unserem Customer Support chatten oder medizinischen Rat bekommen, in der Zukunft wird die App und damit Ottonova auch Gesundheitspartner für die Versicherten sein.

VWheute: Sie vertreten die Ansicht, “dass digitale Tools unser Leben und besonders unsere Gesundheit positiv beeinflussen können” – inwiefern? Und was können digitale Versicherer besser?

Roman Rittweger: Digitale Tools haben drei große Vorteile: Erstens sind sie beliebig skalierbar und nicht so stark von der knappen Ressource Mensch, bzw. Experte abhängig. Zweitens sind sie orts- und zeitungebunden und damit jederzeit und überall verfügbar. Drittens orientiert sich die Gestaltung digitaler Tools für die Gesundheit an Konsumentenprodukten, sie sind also verständlich, intuitiv nutzbar und machen sogar Spaß. Diese Punkte führen dazu, dass Informationen kein Expertenprivileg mehr sind, die Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit und gesunde Lebensweise enorm erleichtert wird und Änderung von Verhaltensweisen so unterstützt werden.

Idealerweise stellt der digitale Versicherer dem Kunden nicht nur die neuesten digitalen Tools zur Verfügung, sondern schafft auch die Plattform, die alle Daten aus dem Gesundheitswesen zusammenbringt und für den Einzelnen verfügbar und nutzbar macht. Ein guter digitaler Versicherer kennt außerdem die perfekte Balance zwischen digitalen Tools und analogen, persönlichen Touchpoints.

VWheute: Zudem sprechen Sie von der “Vision einer besseren Krankenversicherung”. Beschreiben Sie uns diese doch bitte etwas genauer. Was ist für Sie die ideale Krankenversicherung?

Roman Rittweger: Der ideale Krankenversicherer ist eben nicht der, der nur im Leistungsfall da ist und dann vielleicht noch die Erstattungsbeträge kürzt. Der ideale Krankenversicherer ist auch Gesundheitspartner, der unterstützt, gesund zu leben, vorzusorgen und schnell und nachhaltig gesund zu werden. Und sich dabei, ausgerichtet an den Kundenbedürfnissen, kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Tobias Daniel.

Bild: Roman Rottweger, Gründer und CEO von ottonova, spricht heute auf der Euroforum-Konferenz “PKV aktuell & digital”. (Quelle: Ottonova)

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