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IFRS 17: Allianz kritisiert Kosten und lobt Transparenz

27.07.2017 – indexEs klingt wie eine Liebeserklärung, was Roman Sauer über den Financial Reporting Standard IFRS 17 sagt. Der Head of Group Accounting and Reporting der Allianz SE ist sich sicher: “IFRS 17 wird die Stärken sowie Schwächen einzelner Unternehmen deutlicher als zuvor aufzeigen” und für “einheitliche Regeln” sorgen. Eine Einschränkung hat der Allianz-Manager dann aber doch.

Sauer ist sich sicher, und klingt erleichtert, wenn er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt schreibt: “Das Spiel ohne einheitliche Regeln wird ab Januar 2021 beendet sein, wenn die neuen internationalen Bilanzierungsregeln für Versicherungsverträge in Kraft treten.” Er bezieht sich dabei auf die unterschiedlichen Bilanzierungsregeln von international agierenden Unternehmen, die ihre Berichte nach nationalem Recht anfertigen.

Nach seiner Meinung fordert der Financial Reporting Standard “die Bewertung von Versicherungsverträgen auf Grundlage moderner Methoden” sowie unter Verwendung “aktueller Annahmen”. Dies werde transparenter machen, ob ein Versicherer im Neugeschäft profitabel ist und zudem die Gewinnquellen offenlegen.

Zwar werde der neue Standard “kostspielig”, aber gleichzeitig würden viele Chancen für die Branche geboten. Das alles sind laut Sauer wichtige Voraussetzungen, damit das Vertrauen in die Versicherungsbranche wächst – gerade unter Anlegern. Bisher wären die Bewertungen der Versicherer an der Börse “ungerechtfertigt niedrig”.

Eine Einschränkung vermerkt der Autor. Die “sachgerechten Interpretation der prinzipienorientierten Regeln” sei Voraussetzung dafür, ob sich die Vorteile in der Praxis einstellen würden. Es wären noch einige Frage zu klären, aber diese seien bis zur “Erstanwendung lösbar”. Der Standard tritt im Januar 2021 in Kraft. (vwh/mv)

Bildquelle: Allianz

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