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GDV: Kunden haben von Generali-Deal nichts zu befürchten

06.07.2018 – schwark_peter_gdvAnders als Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten (BdV) hält Peter Schwark, Geschäftsleitungsmitglied und Altersvorsorgeexperte des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), den Verkauf eines Großteils des Generali-Lebensversicherungsgeschäfts an die Abwicklungsplattform Viridium für unbedenklich.

Zwar seien Run-offs für die Branche natürlich ein Thema und die Unternehmen seien sehr bemüht darüber mit betroffenen Kunden aktiv zu kommunizieren, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Letztlich hätten Kunden allerdings nichts zu befürchten, da durch den Übergang der Bestände das Leistungsversprechen in vollem Umfang aufrechterhalten werde. “Es gelten weiterhin deutsche Gesetze und Regularien“, betonte er.

“Die Unternehmen stehen unter deutscher Aufsicht. An diesem Rahmen ändert sich nichts.” Letztlich würden die Unternehmen selbst entscheiden, wie sie mit veränderten Marktbedingungen umgehen – immer die Zustimmung der Bafin vorausgesetzt.

Im Übrigen gebe es bei Lebens- und Rentenversicherungsverträgen mit Laufzeiten von 50 Jahren und mehr immer Umschichtungen innerhalb von Unternehmen. Nicht wenige der betroffenen Generali-Kunden hätten ihre Verträge ursprünglich bei anderen Unternehmen abgeschlossen. Veränderungen seien nichts Besonderes.

Deutliche Kritik an der Bafin

Der BdV hingegen will den Verkauf genau beobachten, um dann gegebenenfalls für die Versicherten rechtliche Prüfungen vorzunehmen. “Es wird noch etwas dauern, bis die genauen Folgen des Generali-Deals deutlich werden. Wir stehen bereit, dann mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln für die Rechte der Betroffenen zu kämpfen”, erklärt Vorstandssprecher Kleinlein.

Da bekannt sei, dass Viridium deutlich kleiner ist als der zu übertragende Bestand, und Viridium zudem auffällig hohe Beschwerdequoten hat sowie mit IT-Problemen kämpft, kritisiert Kleinlein auch die Bafin: “Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Aufsichtsbehörde einem solchen Deal grünes Licht gibt”, so Kleinlein. (epo)

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