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DSGVO kann “weltweit zum Goldstandard” werden

11.07.2018 – vera_jourova_dpaMit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat bekanntlich eine neue Ära beim Datenschutz begonnen. Für die EU-Kommissarin Věra Jourová ist die neue Verordnung trotz aller Kritik auf dem besten Wege, “weltweit zum Goldstandard zu werden”. Eine mögliche Abmahnwelle befürchtet sie hingegen nicht: “Die Aufsichtsbehörden sind außerdem keine Bestrafungsmaschinen”.

“Bevor sie eine Strafe aussprechen, haben sie viele andere Instrumente zur Verfügung – etwa Warnungen, Abmahnungen oder den direkten Kontakt zum Geschädigten. Und selbst wenn sie eine Geldbuße verhängen: Die Höchstsumme von vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes gilt nur für die schwersten Verstöße”, betont Jourová im Interview mit dem Handelsblatt. Zudem sei die neue Verordnung “das Ergebnis langer und sorgfältiger Verhandlungen mit vielen Beteiligten” gewesen.

Dabei wolle man sicherstellen, “dass die Regeln ausgewogen und flexibel sind. Die Anforderungen an die Unternehmen orientieren sich daran, wie groß die Risiken in ihrer Datenverarbeitung sind”. Denn: “Wir hatten 20 Jahre lang Regeln, die nur geringe Sanktionen vorsahen. Inzwischen wissen wir, dass einige der Unternehmen diese zeitweise ignoriert haben. Wir wollen, dass unsere Vorschriften Zähne haben und respektiert werden. Schließlich ist Datenschutz ein Grundrecht in der EU”, konstatiert die tschechische EU-Kommissarin weiter. (vwh/td)

Bild: Věra Jourová (Quelle: dpa)

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