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Bäte fordert mehr Infrastruktur-Investitionen

21.03.2017 – Baete allianzEine mangelnde Infrastruktur bremst die Entwicklung und Wachstum, konstatiert Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte. “Wenn dieser Mangel nicht behoben wird, verringern sich in Süd und Nord, Ost und West die Chancen der Menschen, am potenziellen Wohlstand der Welt teilzuhaben”, kritisiert er im Handelsblatt. Von den G20-Staaten fordert er daher neue Finanzierungsvorschläge.

“Nicht weniger als 3,3 Billionen US-Dollar pro Jahr oder 3,8 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts müssten bis 2030 in Infrastrukturprojekte weltweit investiert werden, um mit dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum Schritt zu halten”, betont Bäte. Allerdings würde “der Privatsektor zu spät oder gar nicht über anstehende Infrastrukturplanungen informiert”, kritisiert der Allianz-Chef. Zudem seien “die Instrumente zur Risikoverteilung im Verlauf eines Infrastrukturprojekts ungenügend”.

Daher müssten die G20-Staaten “die Transparenz über neue Infrastrukturprojekte erhöhen und Investmentplattformen entwickeln, die diesen Einblick ermöglichen. Wenn sich über diese Plattformen verschiedene Anleger an einem Projekt finanziell beteiligen können, dient das gleichzeitig einer verbesserten Risikostreuung”, fordert Bäte.

Zudem sollten die multilateralen Entwicklungsbanken eine stärkere Katalysatorrolle einnehmen. “Diese Institutionen sollten nicht als Wettbewerber privater Investoren auftreten, sondern über Bürgschaften, Selbstbehalte und Co-Finanzierung die Risikoverteilung verbessern und damit die Bereitschaft des Privatsektors anfeuern, in Infrastruktur zu investieren”, lautet die Forderung des Allianz-Vorstandschefs.

Daneben benötigen institutionelle Investoren laut Bäte “im Interesse ihrer Kunden Beständigkeit im Hinblick auf die rechtlichen und politischen Bedingungen. Deshalb fordern wir von den G20-Staaten, alles zu unternehmen, was die nachträgliche Änderung des rechtlichen oder regulatorischen Rahmens verhindert, so, wie es die G20-Leitlinien zur Gestaltung globaler Investitionspolitik vorsehen. Dazu gehören auch sogenannte Bestandsschutzklauseln und Streitschlichtungsmechanismen”. (vwh/td)

Bild: Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE (Quelle: Allianz)

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