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Axa entlässt Chef von Alliance-Bernstein

04.05.2017 – CEO und Chairman des Board of Directors Peter Kraus und weitere neun Mitglieder des Boards müssen überraschend den Vermögensverwalter Alliance-Bernstein verlassen. Investoren haben zuletzt viel Geld aus dem Fonds abgezogen, Kraus konnte jedoch die Nettoabflüsse stabilisieren. Mehrheitseigentürmer Axa hält einen Strategiewechsel für notwendig und holt prominente Nachfolger.

Der neue CEO wird der ehemalige JP-Morgan-Manager Seth Bernstein. Robert Zoellick, früherer Weltbank-Präsident und Manager bei Goldman Sachs folgt als Chairman. Auch Kraus arbeitete bei Goldmann Sachs. Er erhält 99 Mio. Dollar für seinen Abgang. Denn Alliance-Bernstein kauft 4,34 Millionen Aktienzertifikate zu je 22,90 Dollar von Kraus zurück, wie aus einer Pflichtmitteilung am Montag hervorging. Er hatte den größten Teil seiner Vergütung in solchen Zertifikaten erhalten.

Axa besitzt laut Daten vom 31. März 2017 insgesamt 63,8 Prozent der Anteile der Vermögensverwalters. “Wir haben festgestellt, dass alle angekündigten Board-Mitglieder starke Verbindungen zu Axa Financial haben. Das legt nahe, dass Axa mehr Einfluss auf Alliance-Bernstein ausüben will”, schrieben Analysten von Keefe, Bruyette & Woods am Montag. Der Versicherungskonzern will die Ursachen für den Personalwechsel nicht nennen. “Wir haben entschieden, dass es Zeit für eine neue Führung war”, sagte Denis Duverne, Chairman von Axa, in einer Telefonkonferenz.

Kraus habe laut Insidern nie ein gutes Verhältnis zu Duverne gehabt, Kraus wurde von Henri de Castries eingestellt. Im ersten Quartal 2017 summierten sich die Nettozuflüsse des Vermögensverwalters auf 1,6 Mrd. Dollar, im gesamten Geschäftsjahr 2016 betrugen sie 9,8 Mrd. Dollar. (vwh/dg)

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