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Wohin steuern Autos und ihre Versicherer?

11.02.2016 – Fahrassistent - quelle ZFDie Deutschen lieben Autos. Daran scheint auch der aktuelle Skandal um manipulierte Dieselwerte beim Branchenprimus Volkswagen augenscheinlich nichts zu ändern. So hat der deutsche Automarkt im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Ideale Voraussetzungen also für die deutschen Autobauer, auf den 9. Münchner Autotagen an diesem Wochenende dem kritischen Autofahrer ihre Neuheiten für das Jahr 2016 zu präsentieren.

So kann sich die deutsche Automobilbranche durchaus sehen lassen: Trotz “Dieselgate” wuchs der deutsche Markt im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent auf 3.206.042 Pkw. Selbst VW verzeichnete auf dem deutschen Markt trotz Einbruch um Jahresende ein Plus von 4,4 Prozent auf über 685.000 Autos.

Einen maßgeblichen Anteil daran hatte augenscheinlich auch die gängige Rabattpraxis der Automobilbauer. Etwa ein Drittel der Neufahrzeuge dürften laut Brancheverband VDA allein 2015 als Hersteller-, Händler- oder Tageszulassungen mit kräftigen Preisnachlässen in den Markt gedrückt worden sein (siehe MÄRKTE).

Allerdings stimmte VDA-Präsident Matthias Wissmann die Branche bereits zu Jahresanfang auf beträchtlichen Gegenwind ein. So investiert die Branche bereits massiv in saubere Antriebe – allein 2020 sollen nach dem Willen der Bundesregierung etwa eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Die mögliche Folge: ein historischer Umbruch des Kfz-Versicherungsmarktes. So könnte der Wandel durch den fortschreitenden Paradigmenwechsel auf dem Gebiet der persönlichen Mobilität existenzgefährdend werden, meint Ingo Blöink, Leiter der der Daimler Insurance Services Europe. “Null Emissionen”, “Null Unfälle” und “Null Besitz” könnten die bisherigen Geschäftsmodelle der Kfz-Versicherer in ihren Grundfesten erschüttern (siehe DOSSIER).

So rechnet die Beratungsgesellschaft KPMG bis 2030 mit einem Rückgang des Beitragsvolumens in der Kfz-Versicherung in Deutschland von bis zu 45 Prozent (etwa zehn Mrd. Euro). Die Versicherer scheinen jedenfalls gut beraten, die Entwicklung langfristiger und innovativer Geschäftsmodelle zu beschleunigen. Sonst laufen sie selbst Gefahr, “zum Auslaufmodell zu werden”, warnt Blöink. (td)

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Bildquelle: ZF

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