Versicherungswirtschaft-heute

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Wo Marx recht hat

05.08.2015 – Mertes_MarxDass Geschichte in dialektischen Schüben verläuft, weiß man seit Marx und Hegel. So auch die Geschichte des für die Versicherungswirtschaft und ihre Märkte nicht wegzudenkenden europäischen Einigungsprozesses. Nach Jahren quälenden Missvergnügens um die Krisenfronten des Euro-Risses ist eine dialektische Umkehr zu registrieren. Alle reden von Europa und der Sinnhaftigkeit der Einigung und über den Weg dorthin.

Inmitten dieses grassierenden Krisenmanagements scheint sich neuer europäische Gestaltungswille zu erheben. “Phoenix mit reparierten Flügeln” lautet eine der Überschriften in dem Titelreport der soeben erschienen Ausgabe der Versicherungswirtschaft. Die Versicherer – wie kaum eine andere Industrie “embedded” in die Wettbewerbs- und Regulierungsbedingungen des EU-Binnenmarktes – können hier im Vorankommen eine authentische Rolle spielen – strategisch und operativ, wie der deutsche EU-Kommissar für digitale Zukunftssicherung Günther Oettinger (siehe POLITICS) und der Zukunftsforscher Dirk Solte (siehe KÖPFE) herausstellen.

Mächtig neuer Schub für die international steckengebliebenen Klimapolitik kommt aus Washington als Endspurt eines US-Präsidenten, den man schon die verbleibenden Tage seiner Amtszeit als “Lame Duck” hoppeln sah. Der derzeit in München laufende World Risk and Insurance Economics Congress (Link) dokumentiert im weltweiten wissenschaftlichen Austausch, welche Relevanz solche globale Politik für die Entwicklung der Natur- und Ernteschäden auch direkt vor unseren Türen hat.

Die Dialektik des Fortschritts also scheint es zu geben. Oder: Wo Marx Recht hat, hat er recht.

Bild: HKM umarmt Karl Marx

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