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Wirtschaften im Kollektiv

15.04.2016 – cover_value0216Familie ist der wohl stärkste Wirtschaftsverbund unserer Gesellschaft, aber wirtschaftlich steht sie unter Druck: Kinder kosten keine Kleinigkeit und der Beruf fordert maximale Flexibilität. Die Deutschen bevorzugen deshalb das Single-Dasein. Als Ersatz entdecken sie jetzt das gemeinschaftliche Wirtschaften. Welche Konsequenzen die Sharing Economy für Versicherer hat, beleuchtet Value in seiner aktuellen Ausgabe.

“Hallo, Herr Kaiser!” Versicherer sind ausgesprochen familienaffin. Doch Familien haben es in der Leistungsgesellschaft schwer. Die Konsequenz: Man lebt lieber allein: 41 Prozent der deutschen Haushalte zählen nur eine Person. Für Finanzdienstleister sind Familien trotzdem eine interessante Zielgruppe, vor allem für die Versicherer: Denn nirgendwo ist der Bedarf für Absicherung so groß wie dort. Vertriebliche Ansätze gibt es en masse, von der Kinder-Police über die Familien-Haftpflicht bis hin zum Mitfahrer-Rabatt für Senioren, indem sie bei ihren Kindern mitfahren.

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des Booms bei den Singles entdecken die Deutschen jetzt die Sharing Economy. Neue Genossenschaften sprießen hervor, Autos werden geteilt und selbst Sofas für einen Gast freigeräumt. Da geht es erst einmal darum, die Kasse aufzubessern. Doch die Interaktion macht mehr daraus. “Durch das Sharen und Vernetzen kann auch zwischenmenschlich etwas entstehen”, sagt Crowdfunding-Experte Michel Harms in Value (siehe DOSSIER).

Die Idee des Crowdfunding ist Mitte der Nuller Jahre unter Musikfans in den USA entstanden. Populär geworden ist das Finanzieren durch die Crowd durch das Stromberg-Projekt. Aber auch die klassischen Genossenschaften werden wiederentdeckt: Bürger erwirtschaften selbst gemachten Strom, selbst gemachtes Bier und selbstgemachte Maklerdienstleistung. Die Gemeinschafts-Welle schwappt auf das Versicherungsgeschäft rüber: VVaGs sind im Kommen, bei Kunden und bei Vermittlern. Und auch die Gegenseitigkeitsvereine tragen ihre Rechtsform immer offensiver nach außen. Kundenorientierung geht auch ohne Digitale Revolution. (ba)

Mehr darüber erfahren Sie in der neuen Ausgabe von Value – Das Beratermagazin.

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

TOP FLOP TREND KW 15
Die satirisch applausspekulative, populistische Böhmermann-Performance, die medial zum Kampfsport über die Grenzen der Meinungsfreiheit eskalierte, ist die eine Sache. Dass er dank seiner salvatorischen Anfangsfloskel nichts riskieren wollte als wohlfeile Aufmerksamkeit und Reichweite, ist die andere. Das ging irgendwie schief. Er ist nicht der erste Bildschirmmensch, den die Lust am Überziehen davon trug.

Tankerstau zwischen dem Persischen Golf und Asien
Zwischen Asien und dem Mittleren Osten stauen sich die Ölfrachter. Vor allem Supertanker verkehren zwischen dem Persischen Golf und Asien, wie eine aktuelle Grafik der Nachrichtenagentur Reuters zeigt. Für die Transportversicherer zeigt sich hier ein erhebliches Gefahrenkumul. Denn die meisten weltweit größten Öltanker verkehren auf dieser Route.

EZB-Politik spiegelt sich in Marktumfeld wider
“Die Politik der Europäischen Zentralbank spiegelt sich in einem Marktumfeld mit dauerhaft niedrigen Zinsen wider”, konstatiert Thomas Timmermann, Investmentmanager der Commerzbank, im Exklusivinterview mit VWheute. Die erforderlichen Zielrenditen von Versicherungen lassen sich daher aus seiner Sicht nur schwer erwirtschaften.

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