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Wie kommt Bewegung in die Altervorsorge?

10.06.2015 – Rentner_Petra Bork_pixelioDie Versorgungslücke in Deutschland wird immer größer. Zwar erwartet eine Mehrheit der Deutschen, dass sie sich im Alter einschränken muss. Die Bereitschaft, für das Alter vorzusorgen, ist aber unverändert niedrig. Eine Umfrage des GDV ergab, dass nur 26 Prozent der Bundesbürger bereit sind, “einiges” für ihre Altervorsorge auszugeben. Der Branchenverband will sich damit nicht abfinden – und gegen die drohende Stagnation vorgehen.

Problem Nummer Eins: Knapp zwei Drittel der Deutschen wissen nicht, wie viel Geld sie im Ruhestand zur Verfügung haben. Und da viele Bürger ihre Versorgungslücke nicht kennen, fehlt es auch am notwendigen Hintergrundwissen, wie viel für den wohlverdienten Ruhestand angespart werden muss, so der GDV.

Problem Nummer Zwei: Wer die Betriebsrente stärken will, sollte die bestehende betriebliche Altersversorgung (bAV) einfacher und attraktiver gestalten, forderte unlängst Fabian von Löbbecke, bAV-Vorstand von HDI Leben. Seine Position findet auch Anklang beim Branchenverband. “Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland ist heute schon zu komplex. Das ist ein wesentlicher Grund, warum ihre Verbreitung vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen stockt”, sagt Frank-Henning Florian, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des GDV und Vorstandsvorsitzender der R+V Lebensversicherung AG.

Zudem muss die bAV attraktiver gestaltet werden – denn gerade bei Arbeitnehmern mit geringen Einkommen gehe die staatliche Förderung oftmals vorbei, so die Versicherer. Doch gerade für Menschen mit häufig wechselnden Arbeitsverhältnissen ist die bAV Nur bedingt tauglich. Eine potenzielle Alternative: die Riester-Rente. Doch auch hier sieht der GDV dringenden Handlungsbedarf: “Wir brauchen dringend einen Abbau der kalten Progression bei Riester”, fordert Peter Schwark, Mitglied der GDV-Hauptgeschäftsführung (siehe POLITICS).

Doch ganz gleich, welches Altersvorsorgeprodukt bei den Deutschen die Nase vorn hat: der Mix macht es – nicht nur bei der Wahl der Produkte. Auch die Balance der verschiedenen Aspekte des Produktnutzens ist am Ende entscheidend (siehe DOSSIER). (vwh/td)

Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

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