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Wer ist Vermittler und wenn ja, wieviele?

08.10.2014 – ellinger-silivia-150Von VW-Redakteurin Silvia Ellinger.

242.778 Vermittler sind bei der DIHK registriert – keine unbedeutende Zahl. Doch es werden stetig weniger. In die Schmuddelecke fühle man sich gedrängt, sagen die Verbleibenden. Und kämpfen wie heute der VDVM bei seinem Pressegespräch: Gegen schlechtes Image, sinkende Provisionen und neuen Druck von allen Seiten. Zu Recht.

Ohne Vermittler würde das soziale, persönliche und gewerbliche Leben nicht funktionieren. Wer sonst soll private Vorsorge an das Volk bringen und damit die Lücken der gesetzlichen Leistungen auffüllen? Doch stagnierendes Einkommen, schlechtes Image, oft auch Überforderung mit komplexen Produkten gepaart mit Umsatzdruck, machen den Beruf nicht gerade attraktiv. Dazu kommt, dass das Internet zunehmend die Agentur um die Ecke ersetzt.

Die Vermittler sind frustiert. Die positiv eingestellte Vermittlerschaft hat sich von 50 auf 40 Prozent verringert, belegen Forschungsergebnisse von Matthias Beenken. Oberstes Ziel für frustierte Vermittler ist es, unabhängiger Makler zu werden – die einzige Vermittlerkategorie, die derzeit noch wächst. (siehe VERTRIEB)

Gestern hat die DIHK erstmals Zahlen veröffentlicht, wonach vom 1. August bis zum 30. September 2014 insgesamt 45 Honorarberater registriert wurden. Ist das ein erstes Signal zum Aufbau einer alternativen Vergütungsform? (siehe POLITICS)

Vermittler stehen zu Recht für Ihren Berufsstand auf. Wer auch in Zukunft noch bestehen will, muss sich neu ausrichten. Doch dazu müssen alle beitragen. Change Management gehört auch und vor allem in die Unternehmen, ja sogar in die Vorstandsetage, wie Gabriele Zimmermann im Interview mit der Versicherungswirtschaft proklamiert. Der Leidensdruck sei groß genug, um massive Veränderungen durchzusetzen.

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