Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Sind Versicherer überflüssig?

29.09.2015 – Risiko_ZDFFür reinen Risikotransfer gibt es viele Möglichkeiten. AGCS-CEO Christopher Lohmann und DVS-Chef Alexander Mahnke stellen heute mit anderen Versicherungsökonomen in Köln die Sinnfrage: Braucht es für Versicherungen überhaupt noch Versicherer?

“Sind Versicherer noch erste Wahl?” Diese Frage stellt heuer Christopher Lohmann. Gerade im Bereich industrieller Risiken scheint es nicht gewiss, ob die Versicherungswirtschaft den Risikoabsicherungsbedarf überhaupt noch deckt – Alexander Mahnke wird bei der hochkarätig besetzten Tagung des Fachkreises Versicherungsökonomie ins Detail gehen.

Offensichtlich Antworten geben will Stefan Knoll ebendort. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Familienversicherung erklärt – vorab für VWheute -, wie sich Versicherer gegen Anbieter von jenseits der Branchengrenze behaupten können. (siehe DOSSIER)

Bei aller berechtigter Krisenrhetorik, die nicht zuletzt Bafin-Chef Felix Hufeld (siehe KÖPFE) und Allianz-Chef Oliver Bäte mit der Ankündigung, in der Lebensversicherung aufzuräumen (siehe UNTERNEHMEN), befeuern: Die eigentliche Expertise der Versicherungswirtschaft besteht darin, existenziellen Risiken “ein realistisches Preisschild” zu geben, stellt Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek fest. “Wissen, Risikomodelle und Erfahrungen” helfen bei der Klimaversicherung und erleichtern die Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz in Paris.

Wie es um die Vermögen der Menschen angesichts der Nullzinsen und schwieirger Aktienmärkte bestellt ist, darüber berichtet die Allianz: Heute präsentiert Chefvolkswirt Michael Heise den Allianz Global Wealth Report. (siehe KÖPFE)

Für reinen Risikotransfer gibt es viele Möglichkeiten. Klar. Für eine Gewährleistung von Zukunft braucht es Versicherer. (ku)

Bildquelle: ZDF

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Munich Re: Ein realistisches Preisschild für Klimarisiken
Nur mit Hilfe der Versicherungswirtschaft bekommen Klimarisiken ein realistisches Preisschild, meint Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek. Die G7-Länder könnten auf der Basis angemessener Prämien auch in “Aufgabenverteilung mit der Finanzwirtschaft” zur Umsetzung der Konzepte tagen.

Industrie 4.0: “Mehr Jobs werden entstehen als verlorengehen”
Digitalisierung ist kein Jobkiller, Menschen werden nicht überflüssig. Einem Jobverlust von rund 610.000 Stellen stehen nach Berechnungen der Boston Consulting Group (BCG) rund eine Millionen Jobs gegenüber, die bis 2025 entstehen könnten.

Pflege-Infrastruktur mit Nachholbedarf
Die Politik setze derzeit auf mehr ambulante Pflege durch Angehörige und Ehrenamtliche. Realistisch ist das nicht, warnt IW-Forscher Jochen Pimpertz: “Bislang fehlen empirische Beweise dafür, dass die familiäre oder nachbarschaftliche Pflege steigt.”

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten