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Weltweite Zinswende ist unabdingbar

17.09.2015 – Wolgast_DGSVZur heutigen US-Zinsentscheidung schreibt Michael Wolgast, Chefvolkswirt des Sparkassen- und Giroverbands. Wir sind froh, dass jetzt eine realistische Chance besteht, dass in einem der größten Industrieländer die Zinswende endlich eingeleitet wird und damit Bewegung in die fast zinslos gewordene Welt kommt. Unmittelbare Vorgabe für Europa ist die Entwicklung in den USA allerdings nicht.

Eine weltweite Zinswende ist unabdingbar, wenn nicht eine Perpetuierung des Niedrigzinsumfelds mit allen negativen Folgewirkungen in Kauf genommen werden soll. Bereits jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit, welche Probleme an den verschiedensten Orten noch auftauchen können, wenn die Wende nach einer so langen Nullzinsphase angegangen wird. Wie stark haben sich die Finanzmärkte inzwischen an die Zinslosigkeit gewöhnt? Welche Schuldner können Zinszahlungen bereits jetzt bei höheren Zinsen nicht mehr stemmen?

Doch ein noch längeres Zuwarten würde die Gefahren einer Verfestigung noch weiter steigern. Deshalb ist es richtig, dass jetzt der Versuch einer Normalisierung unternommen wird. Auch die EZB würde sich einer solchen Zinsanhebung auf mittlere Sicht nicht entziehen können. (siehe POLITICS)

Bild: Michael Wolgast, Chefvolkswirt DSGV (Quelle: DGSV).

Lesen Sie morgen in VWheute, wie Michael Wolgast das Szenario eines abrupten Zinsanstiegs für das Geschäft der Lebensversicherer bewertet.

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