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Promille auf dem Sattel und Sex am Steuer

30.01.2015 – Auto_AdacVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Die Vision des autonomen Autos unter deutschem Verkehrshimmel wird immer realer. Doch im täglichen Verkehrs-, Unfall-und Versicherungsgeschehen geht’s nach wie vor sehr irdisch zu. Dafür sorgen alkoholisierte Radfahrer, Handybetrieb und sogar Sextrieb am Steuer. Der traditionelle Verkehrsgerichtstag hat auf alle Verkehrssitten ein wachsames Auge.

Heute geht es in Goslar um die Fortschritte bei den automobilen Assistenzsystemen, wie ESP oder Spurhalte- und Notbremseinrichtungen, die das Autofahren in den vergangenen Jahren sicherer gemacht haben. Ein Pkw-Fahrer verursacht mittlerweile nur noch alle drei Millionen Kilometer einen Unfall mit Personenschaden – die Zahlen sollen noch erfreulicher zurückgehen. Wenn es aber zu Schäden kommt, tauchen künftig andere Fragen auf.

Etwa: Haftet künftig der Fahrer, der nicht länger der Lenker sein wird, oder gar der Auto-Hersteller, dessen Technik versagt hat?

Doch bevor es so weit ist, gilt es, Verkehrssicherheit unter den realen Bedingungen von heute zu optimieren. Kurvige Landstraßen bergen immenses Risikopotential. Eine Arbeitsgruppe beim Verkehrsgerichtstag erörtert deshalb ein Tempolimit für diese Gattung (siehe DOSSIER).

Dass die Ergebnisse aus Goslar Gewicht haben, beweist die Einführung der Gurtpflicht und des Führerscheins mit 17.

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Grafik: Die Verkehrssünden der Deutschen von 2014 laut mobile.de. (Quelle: Direct Line Versicherung AG)

Die Ablenkung durch moderne Kommunikationsmittel ist ebenfalls großes Thema. Immerhin 21 Prozent der Autofahrer geben an, dass Sie am Steuer unerlaubterweise telefoniert oder per Smartphone getextet zu haben. Fast die Hälfte – 45 Prozent der von mobile.de repräsentativ Befragten – indes aber ist zu schnell gefahren. Vier Prozent hatten laut eigener Angaben Sex im Fahrzeug – die Auswirkungen des Verkehrs auf den Verkehr sind nicht belegt.

Ob Betrunkene bei strengeren Promillegrenzen für Radler dann gleich lieber doch Auto fahren ist eine Frage, auf die einzugehen sein wird. Die andere: welche Schäden verursachen Fußgänger der Generation “Kopf unten” beim Texten auf ihrem Smartphone?

Bildquelle: ADAC

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