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Versicherungsvertrieb braucht Ethik und Expertise

03.05.2016 – Unterschrift Vertrag by_Alexander Klaus_pixelio.deMehr als 200 Unternehmen sind dem Vertriebskodex der Versicherer beigetreten. Der GDV wertet das als großen Erfolg. Ethik allein macht noch kein für beide Seiten gutes Geschäft. Fachwissen schützt vor Fehlberatung. Der Kodex enthält vor allem branchenspezifische und justiziable Verhaltensvorgaben. Makler kritisieren das System als Anmaßung.

“Schaut man sich die Auszüge aus dem GDV-Verhaltenskodex an, wird deutlich, dass die Versicherungsunternehmen – fast könnte man sagen – unverfroren versuchen, in die Sphäre des Sachwalters des Kunden hinein zu regieren”, kritisiert der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM). “Versicherungsmakler sind nicht die Vermittler des Versicherers, sondern der Bundesgenosse des Versicherungsnehmers.”

Der Verein Ehrbare Versicherungskaufleute, eine Initiative des BVK, fördert dementsprechend vor allem allgemeingesellschaftliche Grundtugenden. Dazu gehören nachhaltiges Wirtschaften, Solidarität und Loyalität.

Für GDV-Präsident Alexander Erdland geht es mit dem Vertriebskodex vor allen Dingen um die Professionalisierung des Vertriebs. “Mit der externen Prüfung bekommt die freiwillige Selbstverpflichtung unserer Unternehmen eine neue Qualität”, unterstreicht er den Anspruch auf Objektivität. (siehe POLITICS) Bafin-Chef Felix Hufeld attestiert der Initiative Seriosität: “Ein reines Lippenbekenntnis wäre nicht zielführend.”

Für Gothaer Maklervertriebsleiter Ulrich Neumann sind die Zeiten längst vorbei, in denen jeder Versicherungen verkaufen konnte. Angesichts informierter Kundschaft, die sich gezielt für Versicherungsprodukte interessiere, geht es nur mit Vermittlerexpertise. (siehe KÖPFE)

Die Konsequenz liegt im alltäglichen Handeln. Vermittler wissen das.

Bild: Alexander Klaus/ pixelio

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