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Versichern gegen die Unsicherheit

30.08.2016 – Angst-Fotolia_98850153Egal, ob Wohnungseinbrüche oder Kfz-Diebstahl, Terroranschlag oder Naturkatastrophe. Glaubt man den jüngsten Umfragen, fühlen sich immer mehr Bundesbürger unsicher oder bedroht und versuchen sich mit technischen Mitteln vor den vermeintlichen oder tatsächlichen Gefahren der Welt zu schützen.

Die Gefahren rücken näher. Zumindest dem Empfinden nach. Nach neusten Zahlen des Allensbach-Instituts, konnten sich vor zehn Jahren die meisten nicht vorstellen, dass Terror sie einmal unmittelbar betreffen könnte. 2015 waren nur noch 46 Prozent sicher, dass Terroranschläge eine ferne Gefahr sind. Aktuell fühlen sich nur noch 29 Prozent sicher, während 70 Prozent die Möglichkeit, Opfer eines Terroranschlags zu werden, zumindest einkalkulieren. Die Angst vor Terrorschlagen ist indes wenig konkret begründet, beinhaltet eine eher abstrakte Unsicherheit.

Auch die Bundesregierung tut aktuell nicht gerade viel, um dieses Gefühl zu verringern. Das zeigt die Neukonzeption eines Zivilschutzes. Auch hier gibt es aktuell keine Bedrohung, allenfalls eine Gefahrenabwehr für mögliche Naturkatastrophen. Indes, manchmal reicht allein schon das Gefühl der Unsicherheit (DOSSIER).

Wesentlich konkreter sind die Wohnungseinbrüche in Deutschland. So wurden im vergangenen Jahr nach einer vorläufigen Schätzung des GDV rund 160.000 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet. Die Zahl der versicherten Einbrüche stiegt damit auf den höchsten Stand seit 2003. Die Kosten für die Versicherer: 530 Mio. Euro.

Schutz und Gefahrenabwehr in den eigenen vier Wände bieten Anbieter von “Smart Home”-Lösungen. Mittlerweile sieht das Arsenal an technischen Rafinessen zur Haus-Überwachung neben Alarmanlagen auch Bewegungsmelder, Kameras oder Mikrofone vor, mit denen man in Echtzeit das eigene Heim überwachen und per Tastendruck automatisch alle Lichter anschalten oder die Rollläden hochfahren lassen kann, um Einbrecher zu verscheuchen. (Siehe VWheute vom 22.07.2016: “Der Smart Home-Markt wächst”).

Keine Frage: Die Diskussion um angemessene Reaktionen auf vermeintliche oder tatsächliche Bedrohungen und Gefahren wird weiter zunehmen. Und auch für die Versicherer neue Geschäftsfelder gegen Krisen und Katastrophen, wie zum Beispiel einer Amok-Police, bieten. (vwh/mvd)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

“Gebrauchtwagenmarkt wird zusammenbrechen”
Der technologische Fortschritt und die Veränderungen in der Fahrzeugtechnik werden die Mobilität revolutionieren. Die “damit einhergehenden Veränderungen werden disruptiv sein”, prognostiziert Michael Schramek, Vorsitzender des “Netzwerks Intelligente Mobilität (NiMo)”, gegenüber VWheute. Eine Folge: Der “Kfz-Versicherungsmarkt, wie wir ihn heute kennen”, werde “bereits in etwa 20 bis 25 Jahren weitestgehend verschwunden sein”.

Spagat für adäquaten Versicherungsschutz
Christian Hinsch, Vorstandsvorsitzender der weltweit tätigen HDI Global SE und Vize des Talanx Konzerns mit Sitz in Hannover, bekennt sich dazu, risikofreudiger zu sein als andere Mitkonkurrenten. “Wir haben unsere Rolle als Industrieversicherer mit Haut und Haaren angenommen.” Sein aktuelles Beispiel: Vor kurzem wurde die komplette Produktionsstätte eines Geflügelproduzenten durch einen Großbrand vernichtet. Der HDI ist dort führender Versicherer.

Investoren haben Wissenslücken bei exotischen Anlagen
Institutionelle Investoren verfügen bei alternativen Anlageformen nur über durchschnittliche Kenntnisse. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Axa Investment Managers hervor. Demnach schätzen 69 Prozent der befragten Entscheider ihre Kenntnisse über Alternative Debt als befriedigend oder schlechter in. Besonders selbstkritisch zeigten sich dabei die Vertreter der Stiftungen über sich selbst mit einer Durchschnittsnote von 3,6.

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