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Versicherer weiter auf Bewährung

28.06.2016 – nahles -bmasPersonalabbau und Rückzug aus den Garantien – Versicherern droht in der Altersvorsorge weiteres Ungemach. Auch der Gesetzgeber ist gefragt, lautet eine Arbeitsthese, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge heute näher beleuchtet. Wo die Richtung hingeht, will Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) in einer Woche besprechen – dieses Mal mit Vertretern der Versicherungswirtschaft.

Beim Rentengipfel will Nahles das ganz große Fass aufmachen. Am Ende des Dialogs soll ein Gesamtkonzept der Bundesregierung zur Rente stehen. Geladen sind Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Arbeitgeberverband BDA, Deutsche Rentenversicherung und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – gekoppelt mit der Expertise renommierter Rentenexperten wie Bert Rürup oder dem Chef des Sozialbeirats, Gert G. Wagner.

Dass Versicherer gehört werden ist nicht selbstverständlich, blieb ihnen bei der Gestaltung der Nahles-Rente doch nur die Rolle des Beobachters. Für mehr Kostentransparenz sieht DIA-Sprecher Klaus Morgenstern den Gesetzgeber gefragt (siehe DOSSIER).

Dass die Unternehmen hier Initiative ergreifen und sich hervortun, ist vorerst nicht zu erwarten. Doch Intransparenz – nicht zuletzt bei den Effektivkosten – verbessert keineswegs die Verhandlungsposition. Franz Müntefering appelliert an die Versicherer, ihren guten Ruf nicht aufs Spiel zu setzen. “Versicherung braucht Vertrauen”, stellt das SPD-Urgestein fest (siehe KÖPFE).

Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing bei er Stuttgarter, hatte direkt nach Inkrafttreten des LVRG den letzten Warnschuss des Gesetzgebers gehört und die Branche zur Ordnung gerufen. “Sonst droht der Lebensversicherungsbranche eine gesetzliche Provisionsdeckelung, ein Provisionsverbot oder die Einführung eines Staatsfonds wie in Skandinavien. Das wäre der Tod der privaten Lebens- und Rentenversicherung in Deutschland.” (ku)

Bild: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) (Quelle: BMAS)

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