Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Versicherer mögen keine Revolutionen

17.04.2015 – App_Smartphone_Oleksiy_Mark_Fotolia_klDie Digitalisierung ist in der Versicherungsbranche “trotz aller Unkenrufe längst angebrochen” und entwickelt “eine neue Dynamik”, sagte jüngst Arag-Vorstand Hanno Petersen im VW-Interview. Sah die Branche die digitale Revolution einst mit Argwohn, hat sich heute in den Chefetagen längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Offen ist hingegen noch die richtige Strategie.

“Wir müssen stärker aus Kundensicht denken”, sagte HDI-Vorstand Norbert Hergenhahn gestern auf dem 6. Niedersächsischen Versicherungstag in Hildesheim. Allerdings scheint der Umgang damit noch schwer zu fallen – insbesondere die Strukturvertriebe stehen mittlerweile in der Kritik. “Wir haben zu viel auf Quantität und zu wenig auf Qualität geachtet”, bemängelte Rainer Jacobus, Vorstandschef der Ideal Lebensversicherung (siehe VERTRIEB).

Während der digitale Versicherungskunde im Zeitalter von Facebook & Co. nach neuen Kommunikationswegen sucht, schwebt über dem Berufstand des Vermittlers weiterhin der Mythos des schlechten Images. So betrachten vor allem Maklerpools den GDV-Verhaltenskodex noch mit gewissem Argwohn.

In der Branche grassiert jedenfalls weiterhin die Furcht vor drakonischen Maßnahmen der Politik und Regulierer im Falle neuer Vertriebsskandale. Und für mehr Transparenz im Versicherungsvertrieb sorgt letztlich auch der digitale Wandel. (vwh/td)

______________

Weitere Themen IM BLICK von VWheute:

Zentrale Herausforderungen globaler Policen – internationale D&O nicht complient?
Nach den Sanktionen gegen Russland haben zahlreiche Versicherungsunternehmen ihr Geschäft vor Ort zurückgefahren oder wollen dem Land ganz den Rücken kehren. Bis zu 20 Prozent Rückgang sind am Markt zu konstatieren.

Solvency II: Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten
Im europäischen Vergleich stellen Experten ein deutliches Nord-Süd-Gefälle hinsichtlich des Vorbereitungsstands auf Solvency II fest.

CosmosDirekt steigert Jahresüberschuss auf 58 Mio. Euro
Der Direktversicherer CosmosDirekt hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Überschuss von 58 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus von 21,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (47,8 Mio. Euro).

Bildquelle: Mark Oleksiy / Fotolia

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten