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Versicherer korrigieren Gerechtigkeitslücke

13.04.2016 – Gerecht_by_Thorben Wengert_pixelioDie Linken wollen heute im Verkehrsausschuss die Bundesfernstraßengesellschaft kippen. Kritiker kanzeln das Projekt als “Geschenk für Versicherer” ab. Augenscheinlich – auch trotz jüngst in Kraft getretener Erleichterungen bei der Kapitalausstattung solcher Investments – nähern sich institutionelle Investoren der Sache mit Bedacht. Droht die Umverteilung von öffentlichen Geldern in private Kassen?

Klar ist: Versicherungskonzerne haben in der aktuellen Niedrigzinsphase ein Problem, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen. Kritiker der Fernstraßengesellschaft fürchten, dass den Gesellschaften so erleichtert wird, dem Staat hochverzinsliche Kredite zu geben. Denn sie soll öffentlich-private Partnerschaften und damit Investitionen anstoßen. Auch die Grünen geißeln hier schon präventiv “überteuerte und nebulöse ÖPP-Verträge.”

Fakt ist: Die aktuelle Niedrigzinsphase kann der Staat als Investor nicht im gewünschten und notwendigen Maß nutzen, weil die staatliche Schuldenbremse wirkt. Das Risiko-Rendite-Profil von Projekten zum Ausbau oder Erhalt von Straßen und die damit verbundene Attraktivität für private Investoren könnte zum Nutzen auch des Projektleiters Bund als ein zentraler Indikator für die Sinnhaftigkeit und Durchführung der Maßnahmen dienen. Die Projekt-Pipeline ist noch weitgehend leer, wie Experten der Meag und der Gothaer Assetmanager gegenüber VWheute bestätigen. (siehe DOSSIER)

Dass öffentliche Gelder umverteilt werden ist indes ein Schreckensszenario, dass auch deswegen mit Gelassenheit gesehen werden sollte. Es handelt sich aber bei den Zinsen, die Versicherer vom Staat für Ihre Kunden bekommen, zu nicht unerheblichen Teilen um Gelder, die vorher durch die EZB umverteilt wurden. Denn die Niedrigzinspolitik wird deutsche Bürger bis Ende des Jahres mehr als 200 Mrd. Euro gekostet haben. Versicherer korrigieren hier bestenfalls eine Gerechtigkeitslücke. (ku)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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