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Versicherer berichten im Tagesrhythmus

07.08.2013 – Diese Wirtschaftswochen stehen ganz im Zeichen der Versicherungsbranche: Täglich rückt ein anderes Unternehmen mit seinem Zahlenwerk in das helle Rampenlicht der Öffentlichkeit. Ein allgemeiner Trend lässt sich aber nicht feststellen:

Den fulminanten Auftakt machte am vergangenen Freitag Allianz-Chef Michael Diekmann. Trotz Schuldenkrise konnten die Münchener den operativen Gewinn um knapp drei Prozent auf 2,36 Mrd. Euro steigern. Ein positives Signal für die von Niedrigzinsen, Wettbewerb und Preiskampf gebeutelte Branche. „Halten“ mit dem Potential an alte Stärken anzuknüpfen war denn auch die Reaktion an der Börse.

Weniger freundlich reagierten die Börsianer, als am Dienstag mit der Munich Re der weltgrößte Rückversicherer sein Zahlenwerk präsentierte: Mit einem Minus von knapp vier Prozent an der Frankfurter Aktienbörse beantworteten die Händler die Ausführungen von CEO Nikolaus von Bomhard. Eine unbefriedigende Schaden/Kosten-Quote, schwache Erträge aus Investments, und überraschend hohe Schäden aus Naturkatastrophen trübten hier die Stimmung ein. „Neutral“ mit vereinzelten „Buy“ Empfehlungen prägten das Bewertungsbild an der Börse.

Die Hannover Rück setzte den Reigen der Berichterstattung heute fort (siehe DABEI). Zu erwarten war, dass sich Tendenz und Prognose des Halbjahresberichtes dem der Munich Re ähnelten. Dennoch konnte CEO Ulrich Wallin heute eine leichte Steigerung des Konzernergebnisses um 0,6 Prozent auf 407,7 Millionen Euro vermelden, das im Wesentlichen durch eine 85 Prozent-Steigerung des versicherungstechnischen Ergebnisses in der Schaden-Rückversicherung getragen wurde. Damit wurden der Ergebnisrückgang in der Personen-Rückversicherung sowie die etwas reduzierten Kapitalerträge mehr als ausgeglichen.

Den Schlusspunkt in dieser Woche der Versicherungen setzt am Freitag in Zürich die weltweite Nummer zwei der Rückversicherer, die Swiss Re. Hier machen sich aber schon heute die schlechten Zahlen der Munich Re bemerkbar. „Underperform“ lautet das Vor-Urteil der Börse. Das zu widerlegen wird für Swiss Re Chef Michel M. Liès keine leichte Kommunikationsaufgabe.

Resumee: Weltweit sinkende Schadenereignisse durch Naturkatastrophen schonen die Rückversicherer, drücken aber auch die Preise für die Erneuerungsrunden.

In den Vereinigten Staaten von Amerika zieht das Geschäft im Sog der Wirtschaftserholung wieder an.

Europa leidet noch unter der von der Staatsschuldenkrise ausgelösten Rezession. Sorgenkinder sind hier vor allem Spanien und Italien. Insgesamt bleibt die Aussicht aber auch hier positiv.

Ebenfalls positiv ist die Prognose für die Schwellenländer, auch wenn Proteste (Brasilien), Demonstrationen und Straßenschlachten (Türkei), Umsturz (Ägypten) und Regierungswechsel (China) kurzfristig auf die Stimmung schlagen.

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