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Vermittlermessen – keine Hochämter des Optimismus

31.03.2015 – beratung_gettyimagesDie Vermittlermessen befinden sich auf dem Rückzug. Dabei ist der Informationsbedarf unter den Beratern so groß wie selten zuvor. Die Unkenrufer geben den Ton an, den Blick starr auf das LVRG gewandt.

Es herrscht Krisenstimmung in der Vermittlerschaft. Mal wieder. Wie häufig haben wir das in den letzten Jahren nicht schon gehört? Als das Steuerprivileg der Kapital bildenden Lebensversicherung im Jahr 2000 gekippt werden sollte und dann doch nicht kippte, als das Vermittlergesetz am 22. Mai 2007 in Kraft trat und jetzt schon wieder. Auslöser ist das Lebensversicherungsgeschäft, das von den niedrigen Zinsen in Mitleidenschaft gezogen wird. So ist der Ausblick der Vermittler auf das Geschäftsjahr bestenfalls durchmischt, wer Optimismus versprüht, gerät schnell in den Verdacht der Heuchelei.

Der Pessimismus strahlt auf die Vermittlermessen aus. Angespornt von dem Erfolg der DKM sind sie in den letzten Jahren aus dem Boden gesprossen wie die Pilze nach dem Regen. Fondsfinanz veranstaltet mittlerweile Messen in München, Köln und Berlin, aus der Hausmesse der BCA entstand die Pools & Finance und fast überall in der Republik laden die Handelskammern inzwischen zu Versicherungstagen ein. Es wird diskutiert, der Kommerz blüht, und das ist gut so.

Nun aber befindet sich das Messewesen wieder auf dem Rückzug. Eine Reihe von Pools zieht sich geräuschvoll aus der Frankfurter Pools & Finance zurück und die Leipziger Invers legt in diesem Jahr ihre Hausmesse auf Eis. Heute beginnt die Charta-Messe, an neuer Location, mit neuem Namen und neuem Konzept. Auf dem “Charta Campus” im Essener Collosseum werden Makler und solche, die es werden wollen, Gelegenheit haben, fleißig Weiterbildungspunkte zu sammeln (siehe DOSSIER).

Ein gänzlich neues Konzept verfolgt Invers mit seiner Messe. Die Leipziger wollen die Messestände nicht nur Versicherern anbieten, sondern auch Maklern. Die Tore der Leipziger Messe sollten auch Verbrauchern geöffnet werden. Die hätten sich dort beraten lassen können. Hätten, sollten dürften…das Konzept ist gescheitert. Die Versicherer haben es nicht verstanden, sagen die Invers-Geschäftsführer Uwe Bartsch und Michael Buth. Die Leipziger geben nicht auf. (ba)

Bildquelle: GettyImages

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