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Urlaubszeit ist Unfallzeit

04.07.2014 – kaspar_alexander_150Von Alexander Kaspar.

Zwei Zahlen warfen diese Woche ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage im deutschen Straßenverkehr: Mit knapp 53 Millionen Kraftfahrzeugen (2008: 49,3 Millionen), davon 43,8 Millionen Pkw (12,5 Millionen Dieselkraftstoff), 2,6 Millionen Lkw und vier Millionen Krafträdern bewegten sich so viele motorisierte Fahrzeuge auf hiesigen Straßen wie noch nie in der gesamten verkehrsstatistischen Erhebung der Nachkriegszeit. Die zweite Zahl markiert ebenfalls einen Rekord, allerdings einen Negativ-Rekord, der bei aller Tragik, auch einen positiven Trend aufweist.

Mit 3.339 Todesopfern verunfallten so wenig Menschen, wie noch nie im Straßenverkehr; 1991 waren es noch 11.300. Allerdings: Die Zahl der Verkehrstoten stieg in den ersten vier Monaten dieses Jahres wieder um mehr als zehn Prozent an, wie das Statistische Bundesamt sagt. „Aggression und Ablenkung im Straßenverkehr nehmen zu und sind ein Grund dafür“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Eine Studie seines Hauses werde die Hintergründe von aggressivem Verhalten untersuchen. Ob die Hektik im Verkehr zugenommen hat, die Autofahrer mit Reizen aus der Bordelektronik überflutet werden, und welche Rolle Smartphones spielen, ist bisher nicht klar.

Auch wenn es angesichts des tausendfachen Leides zynisch klingen mag, dies ist eine große technische wie zivilisatorische Leistung für die auch die Versicherer verantwortlich zeichnen: Mit Aufklärung, Warnungen, Prophylaxe und nicht zuletzt mit dem Instrument des Schadenfreiheitsrabatts. Wenn jetzt an diesem und den folgenden Wochenenden wieder die Menschen in ihren wohlverdienten Sommerurlaub starten, ist der Versicherer als unsichtbarer, aber doch von überall und zu jederzeit greifbarer Schutzengel mit an Bord. Über 540.000 Mal musste der im letzten Jahr 2013 anrücken um den Versicherungsnehmer wieder flott zu machen, abzuschleppen oder im Rahmen der Assistance zu unterstützen (siehe MÄRKTE). 2014 dürfte sich diese Zahl, analog zum gestiegenen Kfz-Bestand (der dabei aber immer älter wird) wohl noch erhöhen. Rund 26,4 Millionen Fahrzeughalter haben auch heuer wieder einen Kfz-Schutzbrief der deutschen Versicherer mit an Bord. Das ist mehr als der ADAC Mitglieder hat (18,973 Millionen) und signalisiert nicht nur in diesen Zeiten des geschwächten Automobilclubs, Wachstumspotenzial.

Links: Verkehrstote in Deutschland, Destatis: Kfz-Bestand auf Deutschlands Straßen

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