Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Unkenrufe

08.01.2015 – BaltzerVon VWheute-Redakteur Christoph Baltzer.

Der Terroranschlag auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo zeigt, wie virulent die Terrorgefahr weiter ist. Spätestens jetzt sollte jedem Unternehmer deutlich sein, dass die Gefahr kaum zu unterschätzen ist.

Seit seiner Gründung vor zwölf Jahren musste die Extremus Versicherung AG nicht einen Cent für Schäden ausgeben. Das gestrige Attentat in Paris macht deutlich, dass der staatlich gestützte Terrorpool zu Recht existiert. Wer sich mit dem Terror ernsthaft beschäftigt, lernt, das Undenkbare zu denken. Derzeit verhandeln das Repräsentantenhaus und der Senat über die Verlängerung der staatlichen Terrordeckung in den USA: Das Pariser Attentat wird den amerikanischen Parlamentariern bewusst machen, wie wichtig staatliche Unterstützung bei der finanziellen Bewältigung des Terrorrisikos weiterhin ist.

Drei Jahre in Folge sind die Katastrophenschäden rund um den Globus zurückgegangen. Die Folge: Die Raten für die Rückversicherungsprogramme befinden sich im Sinkflug. Nach Berichten von Guy Carpenter (PDF) ging die Rate on Line bei der Erneuerung im Schnitt um elf Prozent zurück. Rückversicherer stellt das vor Probleme. Zu Recht warnen sie davor zu glauben, dass die Schadenlage weiter so günstig bleibt. Zwar verbessert sich die Prävention vor Naturgefahren in den Schwellenländern und auch in den entwickelten Ländern. Doch das Katastrophenjahr 2011 hat gezeigt, wie verwundbar die Wirtschaft ist, egal wo. Damals hatte ein Tsunami die japanische Ostküste verwüstet, Hochwasser die Wirtschaft Thailands monatelang lahm gelegt, Erdbeben in Neuseeland Milliarden-Schäden angerichtet und Tornados im mittleren Westen der USA ganze Dörfer zerstört. Die Unkenrufer der Rückversicherer wissen, wovon sie reden.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten