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Tunnelblick der Woche – Handygate

28.10.2013 – Cartoon-Merkel-Handy-ObamaNicht nur der Karikaturist der Versicherungswirtschaft Dieter Hanitzsch widmet seinen spitzen Stift dem Cyber-Anschlag auf Merkels kleinformatiges Regierungsinstrument; in ganz Deutschland richtet sich das Augenmerk nahezu ausschließlich auf das deutsch-amerikanische Handygate. Mit der Bugwelle der heutigen Spiegel-Ausgabe (Vgl. SCHLAGZEILEN) dürfte der Skandal die ganze kommende Woche alles an Nachrichten und Themen in den Hintergrund drängen. So zum Beispiel auch die Signale,  dass sich nicht nur auf der diplomatischen Ebene einiges eintrübt, sondern auch an den Fronten der Wirtschaft.

Unangenehm die Überraschung vergangene Woche, die der neueste Ifo-Geschäftsklimaindex mit sich brachte: Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich im Oktober eingetrübt. Zwar liegt der Wert des wichtigen Stimmungsbarometers noch immer auf hohem Niveau, aber nach stetem Ansteigen gab es jetzt einen Rückgang. Und Knick ist eben Knick; Fachleute hatten mit einem weiteren Schritt nach oben gerechnet. Und der Rekordjäger  machte prompt einen Schritt zurück. Auch wenn dieses Momentum nicht überbewertet werden sollte, so zeigt sich doch, auf welch dünnem Eis sich die zuletzt herbstsonnigen Konjunkturerwartungen bewegen. In dieser Woche wird es Ernst bei den Koalitionsverhandlungen. Da werden schon Andeutungen, dass die schwarz-roten Kompromisse buchstäblich Wirtschaft und Sozialstaat teuer zu stehen kommen werden, konjunktursensible Entscheider zur geschäftspolitischen Zurückhaltung veranlassen. Es sind nicht immer nur die großen Unwägbarkeiten wie die bleibenden Unsicherheiten im Euroraum oder das US-Haushaltsdefizit, von denen eine Verdünnung der Wachstumsluft ausgeht, sondern auch die Stimmung belastende Einzelmeldungen. So zum Beispiel, wenn das Wort „Entindustriealisierung“ auf einmal Flügel bekommt, zuletzt sogar ziemlich deutlich durch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Nach verhaltenem Trommeln des BDI vergangene Woche, bei den kommenden Koalitionsverhandlungen realwirtschaftliche Raison walten zu lassen, jetzt gestern der Paukenschlag von EON-Chef Johannes Teyssen zur Gefährdung der deutschen Industrie (vgl. POLITICS). So ist die gute Wachstumsstimmung rasch verweht.

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