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Trübe Aussichten für die Weltwirtschaft

22.01.2016 – DavosAuf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos herrscht derzeit nicht nur meteorologisch eine frostige Stimmung. So gleitet selbst gestandenen Topmanagern mit Blick auf die Wachstumsaussichten ein eisiges Frösteln über den Rücken. Glaubt man den aktuellen Risikobarometern der Versicherer und Wirtschaftsberater, liegen die Gründe auf der Hand: Terror, Cyber, Wetter und geopolitische Instabilität – jüngst erneut bestätigt von Aon Risk Solutions.

Glaubt man der aktuellen Marktprognose des Versicherungsmaklers für 2016, drohen den deutschen Unternehmen in diesem Jahr Höchstschäden durch Terror, Cyberangriffe und Wetterkatastrophen. Gerade der islamistische Terror stellt die staatlichen Institutionen und Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen: “In den vergangenen Jahren war es häufig der Wachsamkeit der Sicherheitsbehörden oder glücklichen Umständen zu verdanken, dass Deutschland von großen Terroranschlägen verschont blieb. Doch die Ziele der Terroristen sind hierzulande die gleichen wie in Frankreich, in der Türkei und in Indien: Menschenansammlungen, Verkehrsknotenpunkte, sensible Infrastrukturen”, sagt Hartmuth Kremer-Jensen, Aon-Geschäftsführung in Deutschland (siehe MÄRKTE).

Damit reiht sich die Aon-Prognose ein in den Reigen der Risikostudien, die für 2016 ein eher düsteres Bild für die weitere wirtschaftliche Entwicklung zeichnen. So glaubt laut einer aktuellen Umfrage von PriceWatergouseCoopers (PwC) nur noch ein Viertel der 1.400 befragten Vorstandschefs rund um den Erdball, dass sich die Lage in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird. “Die Verunsicherung in den Chefetagen nimmt weiter zu. Die Zunahme weltweiter politischer Krisen und Konflikte, die Entwicklung des Ölpreises, das verlangsamze Wachstum von Chinas Wirtschaft und die Herausforderungen durch Zuwanderung sind neue Risiken, die sich spürbar auf die Stimmungslage der Top-Manager ausgewirkt haben”, wird Norbert Wnklejohann, Vorstandssprecher von PwC Deutschland, unlängst im Handelsblatt zitiert. “2016 wird kein Erfolgsjahr”, lautet seine Prognose.

Hinzu kommt: Die Bandbreite globaler Risiken war noch nie so breit gefächert wie heute. Laut Global Risk Report 2016 des Weltwirtschaftsforums sehen die Unternehmen vor allem in der Migration, einer schnelleren Erderwärmung, dem Wassermangel und Cyberattacken die derzeit größten Risiken für 2016.

Die Folge: “Die Risikolandschaft für Unternehmen wandelt sich, weil viele Industriezweige vor einer grundlegenden Neuausrichtung stehen”, sagt Chris Fischer Hirs, Vorstandschef des Allianz-Industrieversicherers AGCS. (td)

Bild: Davos (Quelle: Katharina-Wieland Mueller / pixelio.de)

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