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Trial and Error bis zur risikolosen Welt

12.08.2016 – Digital Cyber Industrie 4.0 - quelle Hannover MesseOscar und Ottonova. Klangvolle Namen für die Retter des überteuerten Gesundheitssystems mithilfe der Telemedizin. Der erste “1. Bochumer Branchentreff Gesundheit” verspricht den baldigen Durchbruch der Technik. Welche Gefahren unreife Technik birgt, zeigen erste Risse in der vernetzten Mobilitäts-Fassade: Erneuter Autopilot-Unfall in einem Tesla und 100 Millionen Autos als leichte Beute für Autodiebe mit manipulierten Funk-Schlüsseln.

Kfz-Marktführer Huk-Coburg erklärt auf Anfrage: “Bislang ist das kein großes Problem bei uns.” Der GDV nimmt die Hersteller in die Pflicht. Auf deren Techniklösung sind Autoknacker bereits gespannt.

2014 gab es weltweit 100 Millionen elektronische Konversationen von Patienten mit einem Arzt, eine Steigerungsrate von 400 Prozent im Vergleich zu 2012, bringt Deloitte ans Licht. Der E-Health-Markt verspricht ein Milliardengeschäft zu werden, gesamtwirtschaftlich könnte er sogar zum nächsten Kondratieff-Zyklus werden. Der Datenstriptease rund um Fitness-Wearables ist nur der Anfang. Kooperationsprojekte der Barmenia und Teleclinic tragen bereits Früchte. “Seit Mai haben sich bereits 1.000 Patienten registriert, überwiegend im Altersbereich 40 Plus”, erklärt Katharina Jünger, Geschäftsführerin und Gründerin der Teleclinic (siehe MÄRKTE). Sie gibt zu, dass US-Insurtech Oscar und der erste deutsche digitale Krankenversicherer Ottonova der Telemedizin zum lang ersehnten Durchbruch verhelfen können.

Gesundheitsexperten widersprechen: “Der Durchbruch für die nutzerorientierte Telemedizin muss und wird letztlich aus der Medizin kommen”, sagt Rainer Beckers, Geschäftsführer des Zentrums für Telematik und Telemedizin (siehe DOSSIER). Er sieht auch keine rechtlichen Hürden bezüglich des Fernbehandlungsverbots. “Demnach ist schon jetzt jede Form von Telemedizin erlaubt, wenn sich Arzt und Patient bereits einmal persönlich gesehen haben.”

Angetrieben durch die Revoluzzer aus dem Silicon Valley verheißt auch die vernetzte Mobilität unbegrenzte Geschäftsmöglichkeiten – legal wie illegal, offenbaren die SZ-Recherchen zur Sicherheitslücke bei 100 Millionen Autos. VW, Audi und BMW sind die Lieblinge der Autodiebe, bestätigt die Huk-Coburg gegenüber VWheute (siehe SCHLAGZEILEN). Doch die Diebstähle sinken und für den Schutz können nur die Hersteller sorgen, argumentiert der Peter Holmstoel, Leiter Kriminalitätsbekämpfung im GDV (siehe MÄRKTE). Verbrauchern bleibt die Kfz-Kaskoversicherung, Herstellern bleibt ihr Vertrauen in die eigene Technik. (dg)

Bildquelle: Hannover Messe

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Unwetter belasten Zurich-Geschäft
Schadenszahlungen für Naturkatastrophen und der Konzernumbau machen derzeit Europas fünftgrößtem Versicherer zu schaffen. So verbuchte die Zurich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen Reingewinn von 739 Mio. US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent (Vorjahr: 840 Mio.). Konzernchef Mario Greco sieht den Konzernumbau noch nicht am Ende.

Deutsche arbeiten im “Traumberuf”
Eine Mehrheit der Deutschen scheint mit ihrer derzeitigen Berufswahl durchaus zufrieden zu sein. Laut aktuellem Arag Trend 2016 arbeiten rund 52,6 Prozent der Bundesbürger in ihrem Traumberuf. Noch deutlicher scheint das Ergebnis beim zukünftigen Nachwuchs: In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen gaben sogar 66 Prozent der Befragten an, ihren Traumjob bereits gefunden zu haben. Gleichzeitig scheint der Job heute auch kein reiner Broterwerb zu sein.

Ex-Generali-Chef Greco glaubt nicht an Axa-Übernahme
Durchfinanziert und solide hinterließ Mario Greco den Generali-Konzern bei seinem Weggang und sieht kein Grund, warum Europas drittgrößter Versicherer mit dem zweitgrößten Branchenprimus, der Axa, fusionieren sollte. Um das durchzuziehen, “gibt es noch zu viele Unsicherheiten im Markt, vor allem in Bezug auf den Brexit”, sagte Greco in seiner aktuellen Position als Zurich-Chef auf der Bilanzpressekonferenz.

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