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Teure Rochaden in unsicheren Zeiten

29.09.2014 – kaspar_alexander_korrektur_neuVon VWheute-Redakteur Alexander Kaspar.

Zu den zahlreichen Hotspots der sicherheitsrelevaten Weltereignisse hat sich über das Wochenende die ehemalige Kronkolonie und heutige Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China, die sieben Millionenmetropole Hongkong gesellt: Studenten haben das Finanzzentrum besetzt und liefern sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften, die chinesische Regierung ist alarmiert.

“Aktivisten” begannen am Sonntag mit der lange angedrohten Besetzung des Finanzbezirks der asiatischen Wirtschaftsmetropole. Tausende Demonstranten belagerten den Regierungssitz und einige Hauptverkehrsadern Hongkongs wurden lahmgelegt. Die übermittelten Bilder erinnern an den Platz des Himmlischen Friedens aus dem Juni 1989. Nach Ebola (stark ansteigendes Risiko), IS (steigendes Risiko), Ukraine/Russland (eingegrenztes Risiko) und Euro/EU/Wirtschaftskrise (steigendes Risiko) jetzt eine weitere Verunsicherung der Lage mit Strahlungskraft nach ganz China hinein.

Das Schadenpotenzial ist noch unbekannt, ebenso wie das der Personalie Bill Gross für die Allianz-Tochter Pimco. Nach dessen vermeldeten Abgang ging die Allianz Aktie in die Knie, rund vier Milliarden Euro lösten sich damit de facto in Luft auf (siehe SCHLAGZEILEN, KÖPFE, William H. Gross Joins Janus Capital, PDF).

Der neue Mann bei Pimco heißt Dan Ivascyn, er soll die Allianz-Fondstochter leiten.

“Jetzt wird es ungemütlich. Nicht nur an der Börse. Auch in den Unternehmen und in der Bevölkerung sorgt man sich” bringen dazu Dennis Kremer und Christian Siedenbiedel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Stimmung im Land auf den Punkt. Düster ihr Szenario, derweil der Spiegel die wichtigste Nachricht der Woche (aus seiner Sicht) in der 40. Ausgabe 2014 erst gar nicht thematisiert: Bleibt der als Change-Manager engagierte Chefredakteur Wolfgang Büchner weiter im Amt? (siehe Welt: Wie der “Spiegel” sich selbst an die Wand fährt). Dieser steht vor Aufgaben, die branchenübergreifend ganz oben auf der Agenda stehen.

Und damit gilt auch diese Woche: Nur eines ist sicher, nichts ist sicher.

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