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Terrorismus contra Tourismus

06.04.2016 – Palme, Reise, Erholung, Strand by_Rainer Sturm_pixelio.deDie Bedrohung durch Terroranschläge rund um den Globus schlägt auf vielen Sektoren auch wirtschaftlich durch – der Faktor Sicherheit rückt auch in den Blickpunkt des heute beginnenden 15. Weltgipfels des World Travel & Tourism Council (WTTC). Mit ihren Geschäftsmodellen haben sich Touristikunternehmen auf das steigende Sicherheitsbedürfnis ihrer Kunden auszurichten - notabene auch die Reiseversicherer mit ihren Leistungen.

Tourismus gilt als die größte Branche der Welt. Aber sie gehört auch zu den sensibelsten.  Der Faktor Sicherheit zählt. Bedrohungen oder auch nur Störungen schlagen sich unmittelbar nieder mit fatalen Wirkungen auf tourismusabhängige Länder – wirtschaftlich und sozial. Das Reiseverhalten der Deutschen belegt das, so aktuelle Zahlen der Tourismusverbände. So stiegen die Übernachtungszahlen im Heimatland schon vergangenes Jahr auf neue Rekordwerte – der weitere Trend weist nach oben (siehe MÄRKTE).

Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid ergab, ist die aktuelle Sicherheitslage bei 31 Prozent der Deutschen ein durchaus relevantes Entscheidungskriterium beim Thema Urlaubsplanung. Nicht nur die Wahl des Urlaubsziels kommt unter Betracht, sondern auch die Hilfs- und Servicelogistik bei Eintritt von persönlichen Notsituationen auf der Reise.

Der Anspruch an Assistance-Leistungen der Versicherer steigt – ein wachsendes Geschäftsfeld. Das zum Beispiel zeigen die Zahlen des Wettbewerbers ADAC. So versorgte sein Ambulanzdienst allein 2015 rund 53.000 Reisende mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen 3,98 Millionen Pannenhilfen der Gelben Engel sowie 54.062 Einsätze der ADAC-Luftrettung mit 48.261 Patienten (siehe DOSSIER).

Das erhöhte Sicherheitsbedürfnis macht sich jedenfalls auch in den Abschlussquoten der Versicherer bemerkbar, konstatiert Hans Stadler, ERV-Bereichsleiter Vertrieb Touristik, gegenüber VWheute: “Das gilt sowohl für die Reisekranken- als auch für die Reiserücktritts-Versicherung” (siehe KÖPFE).

Das Fazit: Touristen lassen sich zwar nicht so leicht in ihrem Reiseverhalten beeeinflussen – auch nicht durch Terroranschläge. Ist das Vertrauen in die Reisesicherheit jedoch nachhaltig erschüttert, leidet der Tourismus in einem Land spürbar und dauerhaft. (td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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