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Telematik: Allianz erhöht die Pace mit Partner Opel

08.04.2016 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Die Allianz macht ernst in Sachen Telematik. Mit ihrem Angebot geht sie weit über die reine Messung von Wegstrecken und G-Kräften hinaus. Durch den Telematik-Pakt mit Opel holt sich der Versicherer die Daten direkt da, wo sie entstehen. Der ebenso vorgestellte hauseigene Datentarif richtet sich an die Jugend.

Damit geht der Branchenprimus den Weg, den auch der Spartenprimus mit seinem für Herbst angekündigten Telematik-Angebot beschreiten will. “Man könnte den Tarif als Verlängerung des begleitenden Fahrens sehen”, kündigte Huk-Coburg-Chef Wolfgang Weiler an.

Die bisherige Kfz-Tarifwelt mit ihren bis zu 40 Tarifkriterien ergänzt die Allianz um Bremsverhalten, Beschleunigung, Kurvenfahrverhalten, Geschwindigkeit und erstmals Tag, Zeit sowie Straßenart. (siehe DOSSIER)

So antwortet die Allianz auf die Frage der “Datenschieflage”, auf die jüngst Gen-Re Experte Marco Morawetz hingewiesen hat. Er sieht Versicherer gar auf dem “telematischen Irrweg”

Für ihn bleiben bei aktuellen Datentarifen folgende Fragen unbeantwortet: Wer sitzt eigentlich am Steuer? Wie ist der Allgemeinzustand des Fahrers? Wie sind die Straßen- und Sichtverhältnisse? Wie ist die Verkehrssituation? In Zukunft: Fährt gerade das Fahrzeug oder der Fahrer?

“Es geht nicht um das Mögliche, es geht um das Sinnvolle”, stellt hier Eric Schreiber vom Telematik-Dienstleister Akquinet fest. Und die Allianz will ihren Tarif mit weitaus weniger Parametern abbilden.

Das spannendere Telematikexperiment wird aber sein, wie die Opel-Kunden ihren persönlichen Online- und Service-Assistenten Onstar mit optionalem Versicherungspaket annehmen und wie sich die erste gemeinsame Telematik-Versicherungslösung von einem Automobilhersteller und einem Versicherer entwickelt (siehe VERTRIEB). Entscheidend für die Analyse seitens des Versicherers wird sein, wer bei den Zusatz-Services wie der Unfallhilfe und der Assistance im Zuge der Fahrzeug-Diagnose profitiert.

Der Branchenriese zeigt angesichts der Frage nach der Datenhoheit, wie er Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit bewahren und neu gestalten will – das Thema auch auf dem Karlsruher Versicherungstag (siehe MÄRKTE)

Sind derart Debatten bald Makulatur? Denn Ingo Blöink, Leiter Daimler Insurance Services Europe, sieht für die Mobilität der Zukunft “Null Emission, null Unfälle, null Besitz”.

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