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Stürmische Zeiten für Schadenversicherer

09.02.2016 – Sturm_Rainer Sturm_pixelioSturmtief “Ruzica” sorgt dieser Tage nicht nur meteorologisch für einigen Wirbel. Just zum närrischen Höhepunkt des Jahres in den rheinischen Fastnachts- und Karnevalshochburgen mussten zahlreiche Rosenmontagsumzüge entlang des Rheins wegen einer Sturmwarnung abgesagt werden. Dies ärgert nicht nur die Narren, deren feucht-fröhliche Stimmung einen herben Dämpfer erhielt. Auch die finanziellen Schäden gehen in die Millionenhöhe – mit entsprechenden Folgen für die Versicherer.

“Wie hoch die Kosten durch die Absage sind, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen”, konstatiert Hans-Peter Suchand, Pressesprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval. Insgesamt rechnen die Düsseldorfer Karnevalisten mit einem finanziellen Schaden von rund einer Million Euro für alle Vereine.

Doch die hatten zumindest Glück im Unglück. So hatte das Comitee Düsseldorfer Carneval in diesem Jahr erstmals eine Zugausfallversicherung abgeschlossen, mit der dann die entstandenen Auslagen abgesichert werden sollten. Auslöser für die Entscheidung war die Absage des Braunschweiger Rosenmontagsumzuges im vergangenen Jahr. Weniger Glück hingegen haben die Vereine, die sich nicht gegen einen wetterbedingten Ausfall versichert haben (siehe UNTERNEHMEN).

Ungeachtet aller noch zu klärenden versicherungsrechtlichen Fragen wird in den kommenden Tagen vor allem ein gutes Schadenmanagement der Versicherer gefragt sein, um die Folgen der stürmischen Ruzica möglichst unbürokratisch zu regulieren. Dabei unterliegt das Schadenmanagement der Versicherer einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Vor allem die Digitalisierung eröffnet den Versicherern dabei neue Möglichkeiten, konstatiert Jens Ringel, Geschäftsführer des Versicherungsforen Leipzig: “Ein exzellentes Schadenmanagement bietet die Chance, sich über einen empathischen Kundenkontakt und professionelle Prozesse an der Schnittstelle zwischen der digitalen Welt des Schutzversprechens und der realen Welt des Schadenerlebnisses des Kunden als Partner und Problemlöser zu profilieren”, betont der Experte gegenüber VWheute (siehe DOSSIER).

Fazit: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, lautet ein altbekanntes Sprichwort. Doch ein gutes Schadenmanagement der Versicherer sorgt zumindest bei den Betroffenen für zufriedene Gesichter – nicht nur in närrischen Zeiten. (td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

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SDK baut Kooperation in Leben aus
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