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Streikschäden: Inseln der Versicherbarkeit

06.11.2014 – gleise-bahngleiseVon VW-Redakteur Michael Stanczyk.

Streiks kosten, und zwar nicht wenig. Zusammen mit dem schon bestreikten Güterverkehr wird für insgesamt 109 Stunden Stillstand herrschen auf den Bahngleisen Deutschlands. Die wirtschaftlichen Schäden als Folge von Produktions- und Betriebsunterbrechungen sind immens und in sämtlichen Folgewirkungen schwer bezifferbar. Und wer kommt dafür auf? Die Streikkasse der Gewerkschaften nicht – die Versicherer immerhin begrenzt.

Etwa 5,5 Millionen Kunden im Schienenpersonenverkehr und rund 630.000 Tonnen Güter beförderte die Deutsche Bahn im Jahr 2013 − tagtäglich. Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) können durch Streiks verursachte Schäden ab dem vierten Tag von einstelligen Millionenbeträgen auf über 100 Mio. Euro pro Tag ansteigen.

Bei durchgängigen Arbeitsniederlegungen von mehr als drei Tagen seien Produktionsunterbrechungen in der Industrie zu erwarten. Etwa 17 Prozent des gesamten Güterverkehrs laufen über die Schiene. „Ein so langer Streik wird auch zu leeren Lagern führen – und damit zu unkalkulierbaren Risiken von Produktionsausfällen“, prognostiziert Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Die Frage nach entsprechenden Versicherungsleistungen liegt nahe. Denn Schadensrisiken provozieren den Bedarf nach Absicherung. Noch ist das Produktportfolio der Versicherer zur Deckung von wirtschaftlichen Streikfolgen rudimentär. Doch könnte eine sich verschärfenden Entwicklung weitere konzeptionelle Überlegungen stimulieren. Insellösungen gibt es bereits (siehe VERTRIEB).

Bild: Verwaiste Gleise, teure Ausfälle (Quelle: ak)

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