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Staatsaufsicht oder selbstverständliches Qualitätsregime?

14.04.2016 – BeenkenDie Eiopa hat die “Aufsichts-und Steuerungsanforderungen von Versicherungsprodukten” veröffentlicht. “Ein Stück weit die Rückkehr zur materiellen Staatsaufsicht” sieht Versicherungsexperte Matthias Beenken in diesen Richtlinien. In der Umsetzung soll die Wirtschaftlichkeit und Qualität eines Versicherungsproduktes permanent überwacht werden. Pflicht zur Prävention. Unternehmen setzen längst ihre eigenen Qualitätsregime auf.

“Qualität muss für den Kunden spürbar sein. In dem Sinne ist Qualität planbar. Da hat die Branche eine Menge aus Industrie und anderen Bereichen gelernt”, sagt Provinzial-Vorstand Thomas Niemöller zum Anspruch der Branche. “Qualität definiert sich darüber, wie der Kunde Qualität definiert”, ergänzt Mark Ortmann vom Institut für Transparenz.

Qualitätssicherung gilt längst als explizites Steuerungsmoment im Management-Regelsystem. Im Zuge des Round Tables zur Versicherungsqualität gehen Experten wie David Furtwängler von BNP Paribas Cardif Deutschland, HDI-Vorstand Frank Harting und Jürgen Wulff ins Detail. Den ausführlichen Diskurs gibt es in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft .

Ob die Eiopa über die Anforderungen hinausgeht, die sich die Branche selbst setzt, wird sich in der detaillierten Exegese zeigen. Dass der Kunde “ins Herz und Zentrum der Geschäftstätigkeiten zu setzen ist”, wie von der Eiopa gefordert, gehört zum selbstverständlichen Manager-Mantra. (siehe POLITICS) (ku)

Report: Versicherungsqualität – gibt’s die?. Diskurs über das unternehmerische System und Steuerungsmoment der Qualitätssicherung. Zum Round Table der Versicherungswirtschaft.

Bild: Matthias Beenken, Lehrstuhlinhaber an der Fachhochschule Dortmund. (Quelle: Fachhochschule Dortmund)

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