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Sonnenstrahl am Konjunkturhimmel

16.08.2016 – Zahlen_Mario Heinemann_pixelioDeutschlands Wirtschaft ist nicht so leicht unterzukriegen. Daran scheinen auch der drohende EU-Austritt Großbritanniens, die globale Terrorgefahr und sonstige politische Krisen nichts zu ändern. Dementsprechend optimistisch zeigen sich auch Deutschlands Notenbanker: In ihrem aktuellen Monatsbericht für August rechnen sie mit einem “recht kräftigen” Wachstum. Ähnlich positiv dürfte heute auch die Prognose des ZEW ausfallen.

Einen besonderen Schub erwarten die Bundesbanker vor allem von der Industrie: “Die deutsche Wirtschaft dürfte auch im Sommer im Einklang mit der recht kräftigen konjunkturellen Grundtendenz sein”, heißt es im Konjunkturbericht der Notenbank. Tendenz steigend: “Die positiven Erwartungen der Unternehmen im Hinblick auf die Exporttätigkeit sprechen dafür, dass die Ausfuhren im dritten Vierteljahr ebenfalls solide wachsen werden. Insgesamt dürfte die Industrieproduktion im Sommerquartal wieder spürbar zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen”.

Ähnliche Erwartungen koppeln die Analysten auch an die Konjunkturerwartungen des ZEW, die heute in Mannheim veröffentlicht werden. Nach dem Brexit-bedingten Absturz im Juli dürften sich die Ökonomen nach allgemeiner Einschätzung wieder von ihrer optimistischeren Seite zeigen. Rosige Aussichten daher also auch für die Industrieversicherer – galten diese lange als unverzichtbarer Partner für die deutsche Industrie.

“Die Ereignisse der letzten Wochen haben sehr deutlich gezeigt, dass globaler Terror, politische Krisen und Cyberrisiken sich nicht nur außerhalb Deutschlands abspielen”, konstatiert Mathias Pahl, Leiter Corporate Risk and Broking bei Willis Towers Watson Deutschland, gegenüber VWheute. Den entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Branche sieht der Experte vor allem in den “Erfahrungswerten aus einer Vielzahl von vergleichbaren Risiken” (siehe DOSSIER).

Dennoch bleibt der deutsche Industrieversicherungsmarkt hart umkämpft. Diese sind vor allem nun darin gefordert, “zunehmend individuell auf die Bedürfnisse der Unternehmenskunden einzugehen”, ergänzt Pahl. Der Industrieversicherer Chubb gibt sich jedenfalls kämpferisch: Nach der Fusion mit Ace rechnet Andreas Wania, Deutschland-Chef von Chubb, mit einem “deutlichen Aufwärtstrend für unsere Marktpositionierung. Wir werden eine der Top fünf-Adressen werden, zum Beispiel im Bereich der D&O-Versicherung” (siehe KÖPFE).

Inwieweit dieser Optimismus gerechtfertigt ist, wird sich erweisen. So erzielte der Versicherungskonzern Chubb allein im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2016 einen Nettogewinn von 726 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 942 Mio. US-Dollar) und wird eine Quartalsdividende von 69 US-Cent ausbezahlen. (td)

Bildquelle: Mario Heinemann / pixelio.de

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