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Schwellenländer – Potenzial und Risiken

27.08.2013 – IndienDas Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet in seiner neuen Wochenausgabe unter dem Titel “Die große Flucht” über den dramatischen Währungsverfall vor allem in Asien. Die indische Rupie hat seit Mai dieses Jahres 17 Prozent an Wert verloren. Auch die Währungen anderer Schwellenländer wie etwa in Brasilien stehen erheblich unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor der Real 16 Prozent an Wert. Große deutsche Versicherungskonzerne endeckten gerade diese Märkte, weil sie sich dort gute Wachstumschancen versprechen.

In Indien habe die Bevölkerung den Glauben an das Wirtschaftswachstum verloren, schreibt Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin. Die Handelsbilanz rutsche immer weiter ins Minus. Ein zweiter Grund für den Währungsverfall kommt noch hinzu, von dem auch andere Länder wie Brasilien betroffen sind. Seit der Ankündigung von US-Notenbankchef Ben Bernanke, einen Kurswechsel in der Geldpolitik vorzunehmen, spekulieren viele Anleger auf einen Zinsanstieg und ziehen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. In der Vergangenheit hatte die Geldschwemme der Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur die Folge, dass Kapital letztlich zum Beispiel auch nach Indien und Brasilien floss.

Gleichwohl kommt die Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re unter dem Titel “Assekuranz Global 2012″ zu dem Schluss, dass die Schwellenländer in den kommenden zehn Jahren für die Versicherer noch an Bedeutung gewinnen. Als Grund nennen die Experten die langfristige positive Wirtschaftsentwicklung, der zunehmende Wohlstand und die alternde Bevölkerung. Auf diese Strategie setzen deutsche Versicherer wie Ergo. Die Munich Re-Tochter stieg Ende vergangenen Jahres in das Lebensversicherungsgeschäft in Indien ein. Der Talanx-Konzern ging dort im vergangenen Mai mit einem indischen Joint-Venture im Industrieversicherungsgeschäft an den Markt und gründete dafür ein Gemeinschaftsunternehmen. Ohnehin ist der Konzern sehr stark in Lateinamerika vertreten – nicht zuletzt in Brasilien und setzt dort vor allem auf das boomende Geschäft mit Kfz-Versicherungen.

Die Allianz hat Anfang August ein Working Paper unter dem Titel “Ende des Emerging Market-Booms?” veröffentlicht und kommt zu dem Schluss, dass die Kapitalabflüsse in den vergangenen Wochen und Monaten nicht als Alarmzeichen zu werten sind. Vielmehr werde von den Schwellenländern in den nächsten zehn bis 20 Jahren maßgebliche Impulse für die Weltwirtschaft ausgehen (siehe DOSSIER). ki

Link: Assekuranz Global 2012 (PDF)

Foto: Das Tor nach Indien steht weit offen (Quelle: Jami Masjid)

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