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Schwarzgrün vorbei, Schwarzrot im Visier

17.10.2013 – FernglasNach ergebnisloser Beendigung der Sondierungsgespräche der Union mit den Grünen beginnen heute die vertieften Erkundungen hinsichtlich einer Regierungspartnerschaft mit der SPD. Knackpunkte, die auch von vitalem Interesse für die Versicherer sind, müssen in eine Linie gebracht werden. Womit müssen, womit können die Versicherer rechnen?

Auch in der bürgerlichen Welt der Versicherer steht man oft den Grünen mit ihrer Nachhaltigkeitsrhetorik nicht so fern. Neuerungslustig, wie man in dieser Branche zugleich auch ist, regte sich mitunter durchaus auch eine gewisse Sympathie für diese bisher nicht getestenen Koalitionsvorstellung. Doch man sollte sich aus Branchenaspekten erleichtert fühlen, dass die wirtschafts- und industrienäheren Sozialdemokraten jetzt den Deal mit der CDU/CSU suchen. Die NRW-Ministerpräsidentin und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Hannelore Kraft weiß zu schätzen und einzubringen, dass ihr Land als führende Versicherungsregion in Deutschland über Standorte verfügt, die zur Beschäftigung und modernen Infrastruktur beitragen – bis hin zu international führenden Fachhochschulen. Da ist sie nicht über kreuz mit dem CSU-Gottseibeiuns Seehofer, der parallele Standortinteressen hat – besonders auch im gesundheitswirtschaftlichen Bereich. Und auch in dem, was für einen wettbewerbsfähigen Standort D vordringlich ist, nämlich Erneuerung und Ausbau der Infrastruktur. Auch davon wird die Versicherungswirtschaft als investitionsstarkes Kapitalsammelbecken profitieren

Die SPD-Verhandlungsführer allerdings können jetzt selbstbewußter in die Verhandlungen gehen, weil die grüne Option für die Union kein Trumpf mehr ist. Die beiden Volksparteien müssen jetzt miteinander durch die Divergenzen hindurch. Welche Fronten bestehen und wo Kompromisslinien liegen könnten, hängt jetzt von elastischer Verhandlungshärte ab, wo auch das Geschick der Lobby gefragt ist. Dabei wird man wohl schmerzlich das gewohnte Korrektiv der FDP vermissen. Andere Beziehungssysteme treten jetzt in den Vordergrund. (siehe DOSSIER)

Foto: Die Union nimmt Schwarzrot ins Visier. (Quelle: vvw)

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