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Schönes Wetter, schwere Wetter

31.07.2013 – fitschen-jainDie Deutschen müssen sich bei den aktuellen Wirtschaftsnachrichten vorkommen wie bei den derzeitigen hochsommerlichen Wetterausschlägen. Zuhauf die übereinstimmend positiven Expertisen und Prognosen der Forschungsinstitute in den vergangenen Tagen. Doch zugleich knallen Nachrichten von der Unternehmensfront wie schwere Gewitter mit faustdickem Hagelschlag in die jublige Konjunktur- und Verbraucherlaune hinein.

Während das Nürnberger Marktforschungsinstitut GFK einen Rekordpegel an Ausgabenfreude und das Ifo-Institut auf der gewerblichen Seite ähnliches Wohlbefinden ausmachte, kämpft der deutsche Export mit einem kräftigen Abschwung. Und globale Vorzeigekonzerne wie BASF, Siemens und jetzt die große Deutsche Bank müssen ihre Gewinnziele so herabschrauben, dass eine regelrechte Abstrafung an der Börse und im Management erfolgt. Auch Arbeitsplatzverluste stehen in der Perspektive.

Muss das die Versicherer interessieren? Der Wirkzusammenhang zwischen allgemeiner Konjunktur und Versicherungsgeschäft ist indirekt und komplex, aber besteht.
Zunächst einmal natürlich von der Schadensseite. Wenn bei der Deutschen Bank eine weitere Rückstellung von 792 Mio. Euro für Rechtsstreitigkeiten vorgenommen wird und dieser Posten sich auf mehr als drei Milliarden Euro summiert, dann stehen gewaltige Haftpflichtsummen im Raum. Man wird sich bei den D&O-Versicherern da schon länger Gedanken machen. Und das günstige Konsumklima, von dem auch das DIW jetzt berichtet, schmälert auf der anderen Seite die Vorsorgebereitschaft (s. DABEI und DOSSIER).

Foto: Unter Druck – das Führungsduo der Deutschen Bank (Quelle: DB/Mario Andreya)

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