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Rückrufe auf Rekordniveau – Wer zahlt, wieviel, an wen?

10.04.2014 – gm_unfallauto_kleinGerade Ford (400.000 Einheiten), vorgestern GM (2,3 Mio. Einheiten), gestern Toyota (6,8 Mio. Einheiten) und heute? Der mit immer neuen Modellen angeheizte Kampf um die weltweite Nummer eins unter den Automobilherstellern fordert beinahe täglich neue Opfer:

Verunfallte Autofahrer, die im Grab, Rollstuhl oder Graben landen. Verunsicherte Autokäufer, die an ihrer Marke zweifeln. Wankende Hersteller, die Bilanz und Ruf gefährdet sehen. Werkstätten, die im Akkord die Schäden beheben und nicht zuletzt Versicherer, die ganz am Ende der Unglückskette im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes Schadenersatz leisten sollen. § 1 des entsprechenden Gesetzes lautet: “Wird durch den Fehler eines Produktes jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Hersteller des Produktes verpflichtet, dem Geschädigten den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen.”

Doch damit hat sich deren Aufgabe für Versicherer nicht erschöpft. Vielmehr bieten Unternehmen wie die Munich Re z.B. ganze Anleitungen und Handhabungen zur Durchführung eines Rückrufes an. Denn die Versicherer haben ein echtes eigenes Interesse am Risikomanagement der Hersteller, lässt sich doch mit den richtigen Maßnahmen der Schaden begrenzen, zeitlich, finanziell und nicht unerheblich, der Schaden für die Marke eingrenzen. So sind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) folgende Vorgänge versicherbar: Benachrichtigung, Sortieren, Transport, Untersuchung, Zwischenlagerung, Ausbau/Austausch des fehlerhaften Produktes, Reparatur, Vernichtung, Erfolgskontrolle. Nicht versicherbar sind: Fehlerhaftes Produkt, Herstellung fehlerfreier Produkte, Vertrauensverlust beim Verbraucher, Bilanzschutz, Verlust des Börsenwertes, Brand, Interne Strukturänderungen.

Grundsätzlich betrifft die Problematik nicht nur den Kfz-Bereich, sondern die gesamte Waren- und Produktwelt, wie ein Blick auf die Spezialwebsite www.produktrueckrufe.de offenbart. Ein weites Feld für Anbieter entsprechender Leistungen, zumal auch hier die Rückruf-Quote über alle Waren hinweg, seit Mitte der 90er Jahre sprunghaft angestiegen ist. Ganz vorne mit dabei auch Deutschland und hier als Exportweltmeister in ganz besonderer Exposition. (ak)

Bild: Verunfalltes Fahrzeug von GM, defekte Zündschlösser sollen die Ursache sein. (Quelle: cpt)

Link: MÄRKTE

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