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Risikotransfer in Flipflops

14.08.2014 – Rafael_Kurz_NeuVon Rafael Kurz.

Überall wo Risiken existieren, gibt es auch die Möglichkeit zum Risikotransfer – gerade dort, wo der Transfer im Mittelpunkt des unternehmerischen Risikos steht. Die Tourismusbranche weiß um die Risiken materieller und immaterieller Art.

Dienstleister managen Risiken wie Stornierungen, Umbuchungen, Rückholaktionen, Entschädigungen. Die treffen auf Imageschäden und Vertrauensverlust und bekommen mitunter existenziellen Charakter. Denn im globalen Wettkampf der Unternehmen und Destinationen zieht es den Kunden, das scheue Reh, bei kleinsten Anzeichen von Gefahr im Verzug woanders hin. Aktiv und gezielt gilt es hier, Risiken zu steuern (siehe MÄRKTE). Denn die Nachfrage nach touristischen Produkten ist elastisch. Es geht darum, die Trends zu antizipieren, Kundenwünsche zu bedienen. Für falsche Einschätzungen des Marktes gibt es keine Versicherung.

Andere Risiken jedoch sollte man bewerten – systematisch: dass gerade im Tourismusindustrie nicht die Vernunft im Vordergrund steht, liegt in der Natur der Sache. Deshalb müssen Risikomanager in der möglichst umfassenden Betrachtung der Zusammenhänge herstellen und Risiken und Chancen abwägen (siehe DOSSIER).

Finanzielles Risiko für Reisende lässt sich nicht immer erfolgreich diversifizieren: manch findiger Inland-Tourist sucht die Berliner Bettensteuer beispielsweise zu umgehen, indem er sich zur “Dienstreise in Flipflops” anmeldet (Wirtschaftswoche, 13.08.2014). Was der Geschäftsreisende hier einspart, zahlt er bei kurzfristigen Flügen bis zu achtfach zurück, so das Ergebnis einer aktuellen Studie zu mitunter weiter mysteriösen Preisschwankungen bei Flugtickets.

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