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Risikoträger an die Front

02.10.2014 – mertes_brille_08_2014_150Von VW-Chefredakteur Heinz Klaus Mertes.

So richtig mag das Wort Energiewende niemand mehr hören. Zu viel Ungereimtes und Ungewissheiten häufen sich unter diesem oft zu zukunftsrosigen Leertitel an. Eines nur steht unabänderlich fest: Energie und Sicherheit sind untrennbar Eins. Deshalb: Ohne Versicherer geht es nicht.

Und zwar in zweierlei Richtung:

Zum einen müssen die Quellen der Energie gesichert sein, Wind und Sonne  leisten das nicht – mal zu viel, mal zu wenig. Das Fluktuieren braucht ausgleichendes Backing zur steten Versorgungssicherheit. Das ist unwirtschaftlich. So  unrentabel, dass die deutschen Energiekonzerne 50 Kraftwerksblöcke stilllegen wollen. Die Anträge liegen der Bundesnetzagentur vor. Hier gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch großvolumige Versicherungsverträge.

Dafür wächst Neues heran – Geschäftsfelder, in denen sich die Versicherer sowohl als Risikoträger wie als Investoren engagieren und noch mächtiger engagieren werden, wenn ordnungspolitischen Rahmenbedingungen dem dann irgendwann nicht länger entgegenstehen, so die HDI-Vorstände ten Eicken und Wollschläger gegenüber VWheute (DOSSIER).

Schnelligkeit ist geboten. Denn sowohl die Technik wie deren Risiken sind in Bewegung. Versicherbarkeit fällt nicht vom Himmel, sondern muss geschaffen werden. Bei Off shore-Anlagen und deren langen Leitungswegen kommt schon Einiges an Kumul zusammen. Jetzt  realisiert die Industrie unter dem Druck der Landschaftsschützer erstmals eine Höchstspannungsleitung unter der Erde. „Neuland hinsichtlich Haltbarkeit und langfristige Zuverlässigkeit“, lässt der Netzbetreiber verlauten (UNTERNEHMEN).

Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist nichts – erst recht nicht in Sachen Energieversorgung. Die Political Risks nicht einmal eingerechnet. (siehe POLITICS: “Der Energiemarkt funktioniert nicht mehr.”)

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