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Risiken der Altersarmut bewusst, aber zu wenig Vorsorge

29.08.2013 – Das Thema Altersvorsorge muss noch mehr „in das Blickfeld vor allem der jüngeren Menschen rücken”, sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Alexander Erdland bei der Vorstellung der Allensbach-Studie “Generation Mitte – Lebenssituation, Hoffnungen und Sorgen der 30- bis 59-Jährigen.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte im Auftrag des GDV repräsentativ 1.420 Personen im Alter zwischen 30 und 59 befragt (siehe DABEI). Obwohl 55 Prozent der Befragten glauben, ihren Lebensstandard nicht halten zu können und sich jeder zweite darauf einrichtet, im Alter sparsamer wirtschaften zu müssen, kommt die Altersvorsorge zu kurz. So glaubt die Mehrheit der mittleren Generation, dass man die eigene finanzielle Zukunft maximal fünf Jahre im Voraus planen kann. Die Studie belegt, dass die Menschen einen kurzen Planungshorizont haben und eher im Hier und Jetzt leben. Ein Kernpunkt der Umfrage ist auch, dass Frauen in der Altersvorsorge noch im Rückstand sind – nicht zuletzt, weil sie meist aus dem Beruf aussteigen und die Kindererziehung übernehmen. GDV-Präsident Erdland forderte bessere finanzielle Anreize dahingehend, dass die Nachzahlung beitragsfreier Zeit – anders als bisher – steuerlich so behandelt würde wie durchgehendes Sparen. “Wenn jemand diese Lücke ausgleichen will sollte er nicht schlechter gestellt werden als derjenige, der durchgehend eingezahlt hat”.

Wichtigen Aufschluss liefert die Allensbach-Umfrage auch dazu, welche Erwartungen die mittlere Generation an den Staat hat. So glaubt 69 Prozent, dass die Planungssicherheit der Bürger für die Vorsorge durch die Politik verbessert werden könnte. Allerdings hat nur jeder vierte den Eindruck, das die Politik dazu faktisch beiträgt. Dass das Vertrauen der Bevölkerung bei der Altersvorsorge auch in internationaler Hinsicht an den Staat nicht sehr hoch ist, belegt jetzt eine Studie des Rückversicherers Swiss Re, in der 22.000 Menschen ab 15 Jahre weltweit befragte wurden. Es zeigte sich, dass die Menschen eher bereit sind in private Vorsorgesysteme als in staatliche einzuzahlen (siehe DOSSIER).

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