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Reue und Vorsatz beim Finanzsummit

14.10.2014 – mertes_finanzgipfel_2014_150Heinz Klaus Mertes vom Bayerischen Finanzgipfel in der Münchener Residenz.

Dass sich der Bayerische Finanzgipfel gestern Nachmittag in der Allerheiligen Hofkirche der Münchener Wittelsbacher Residenz auftürmte, könnte zu der etwas platten Erwägung verleiten, ob es der deutschen Finanzbranche so schlecht geht, dass nur noch sakrale Fürbitten oder auch Predigten  helfen.

“Wege aus der Reputationskrise” lautet das Leitthema, das die deutschen Heads aller Sparten rund um Geld, Vermögen, Vorsorge in der Kapelle zusammenführte und das, so zeigte sich, emotional und geschäftlich recht schmerzlich bewegt. Zum Glück wies die Veranstaltung in diesem erlesenen Profikreis dann über die vielerorts übliche beleidigte Imageleierei strategisch hinaus. Statt dessen viel Einsicht in die Fehler der Vergangenheit und konkrete Projekte des Vorsatzes im Sinne des ehrbaren Kaufmanns.

erdland_kramer_bay_finanzgipfel_mertes_2014_150Im guten Sinne quälend lang unterbreitete zunächst Peter Praet vom EZB-Direktorium den Kampf seiner polarisierenden Institution um die Reputation ihres Kurses. Was dabei deutlich wurde, die Zeitenwende zur Stabilisierung der Finanzmärkte wird noch jahrelange Stationen haben.

Sehr deutlich Worte sodann von Theodor Weimer, dem Vorstandsprecher der Hypo-UniCredit Bank. Neue Reputation der Banken müsse sich in der Kompression weit engerer Märkte und Rentabilität entwickeln. Das werde hart, sei aber unumgänglich. Dauerkämpfe gegen mehr Regulierung seien dabei vergeudete Kraft.

GDV-Präsident Alexander Erdland fand mitschreibendes Interesse prominenter Manager-Kollegen bei der Präsentation der in seiner Amtszeit gestarteten Initiativen mit den freiwilligen Verhaltenscodices als einen geschlossene Wertschöpfungsprozess für mehr Vertrauen.

“Wir sind alle in einem Boot”, hatte der Vorstandschef der Bayerischen Versicherungskammer, Frank Walthes in seinem Redebeitrag für den Imagebrückenbau (siehe DOSSIER) appelliert. In den Gesprächspausen und beim abendlichen Empfang im Kaisersaal der Residenz wurde dann doch deutlich, dass der “Geist der Kapelle” noch unterschiedliche Kurse für die Unternehmenspraxis zwischen Versicherern, Banken und Sparkassen erzeugt. Ein gemeinsamer Rütli-Schwur aber galt der Bekämpfung  der klaffenden Investitionslücke in Deutschland und des grauen Kapitalmarkts (siehe MÄRKTE).

Bild: GDV-Präsident Alexander Erdland im branchenübergreifenden Gespräch mit Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Banken. (Quelle: vvw)

Link: Bayerisches Finanz Zentrum (Homepage des Veranstalters)

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