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Rente und Demografie weiter auf der Agenda

07.04.2014 – nahles-rentenpaket-150Die Bundestagsdebatte zum Thema Rente legte präzise die Sollbruchstellen der Großen Koalition frei. Während Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) vergangenen Freitag noch ihre Vorstellung einer angemessenen Altersvorsorge artikulierte, formierte sich bereits am Samstag auf dem CDU-Parteitages ein breiter Widerstand, den auch die Kanzlerin wird nur schwerlich ignorieren können.

64 CDU Abgeordnete, unter ihnen so prominente Vertreter wie Peter Ramsauer oder Volker Kauder,  haben sich mittlerweile zusammengetan und fordern Neuverhandlungen zum Rentenpaket. Der Unmut in den Reihen der Union war schon auf dem Parteitag in Berlin mit den Händen zu greifen. Vehement forderten vor allem junge CDU-Abgeordnete und Mitglieder des Wirtschaftsflügels, noch Änderungen an den Regierungsplänen zur Rente mit 63 zu erzwingen. In einigen Redebeiträgen klang dabei durchaus Kritik daran an, dass es seit der Wahl keinen Parteitag mehr gegeben habe, um solche Themen im großen Parteirahmen zu diskutieren.

Dieses Versäumnis könnte sich nun rächen, nicht nur politische Beobachter sind sehr gespannt auf die neuen Kompromisse und vor allen Dingen zu wessen Lasten diese getroffen werden.

Das Modell setzt auf eine Erwerbsbiografie, die sich heutzutage nur noch mit der Lupe finden lässt. Wer nach 45 Beitragsjahren mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen möchte, hätte mit Schlag seines 18. Geburtstages durchgearbeitet und einbezahlt. Das scheint auch Andrea Nahles zu wissen und eröffnet mit dem Vorschlag zur Anrechnung von Arbeitslosenzeiten eine neue Front (siehe SCHLAGZEILEN).
Dabei erfahren die Themen Bevölkerungsentwicklung, Rente und private Altersversorgung schon diese Woche neuen Schwung: Auf dem Berliner Demografieforum treffen Politiker der Koalition wie Stefan Müller, Christine Haderthauer, Nadine Schön, auf Vertreter der Wirtschaft und der Versicherungswirtschaft aufeinander. Allianz-Chef Michael Diekmann wird sich mit Interesse das Grundsatzreferat von Familienministerin Manuela Schwesig anhören und Rita Süssmuth die Ausführungen von Renate Köcher.

Drei Tage dauert das Forum, Zeit für alle Beteiligten zur Erdung. VWheute berichtet weiter. (ak)

Bild: In der Kampagne des Arbeits- und Sozialministeriums heißt es: Rente mit 63, verdient nicht geschenkt. (Quelle: BMAS)

Link: VORSCHAU

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