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“Regulierung muss als Chance begriffen werden”

12.12.2016 – bernardino_ vwhGabriel Bernardino hat den Schutz des Verbrauchers fest im Blick. Fachbegriffe wie IDD, IPID oder PRIIPs gehören zu seinem vokabularischen Stamm-Repertoire. Die Debatte über die einzelnen Projekte verläuft allerdings nicht ohne Reibungspunkte. Zeitrahmen oder inhaltliche Umsetzungsfragen erhitzen die Gemüter. Produktiv ist das nicht. Nach Angaben des Eiopa-Chefs seien die nächsten zwei Jahre richtungsweisend für die Zukunft.

Von der Vermittlerrichtlinie IDD oder der Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIPs) könnten obwohl Verbraucher als auch Unternehmen profitieren, glaubt Bernardino. Immerhin würden sie mehr Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten für den Kunden schaffen.

Der Eiopa-Chef fordert, dass die Unternehmen ihre Produkte gezielter an diejenigen verkaufen sollen, die sie auch tatsächlich bräuchten. Dazu seien Kontrollen und angemessene Governance-Strukturen unerlässlich. Regulierungsmaßnahmen müssten als Chance begriffen werden, um organisatorische Veränderungen im Sinne des Verbrauchers durchzuführen und mehr Effizienz zu generieren. “Wir wollen aber nicht zu einer formellen Compliance-Kultur übergehen”, sagt Bernardino.

Erst letzte Woche wurde offiziell verkündet, die europaweite Einführung der PRIIPs ein Jahr später einzuführen als ursprünglich geplant (siehe DOSSIER). Nach einem deutlichen Votum des Europaparlaments stimmten nun die Mitgliedsstaaten der EU für die ab dem 1. Januar 2018 vorgeschlagene Lösung. Die Verschiebung war notwendig geworden, weil das Europäische Parlament im September einen Vorschlag der Kommission für die technischen Standards zur Überarbeitung zurückgewiesen hatte. Im Gespräch war zeitweise auch eine PRIIPS-Verschiebung um sechs oder neun Monate. (vwh/mst)

Bild: Gabriel Bernardino, Chef der EU-Versicherungsaufsicht Eiopa (Quelle: VW)

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