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Rechtsschutzversicherer: Das Sparen lohnt sich

24.10.2014 – Paragraf_Thorben Wengert_pixelioBei den Leistungserbringern in der Rechtsschutzversicherung sind Kostenbremsen der Versicherer nicht populär. Das Sparen aber lohnt sich. Denn mit wenigen Ausnahmen wurde in den vergangenen elf Jahren in der Sparte Geld verdient. Heute geht es dafür sachlich ins Detail mit aktuellen Problemen.

Telefon-Hotlines, Netzwerkanwälte und Mediation sind versichererseits angestoßene Maßnahmen, die Kosten sparen – angesichts zunehmender Anwaltsdichte aber bei den Leistungserbringern auf Unwillen stoßen. Auf knapp 500 Bundesbürger kommt ein Anwalt. Anfang 2014 waren 162.695 Rechtsanwälte registriert, mehr als doppelt so viele wie noch Mitte der Neunziger Jahre. Der Markt wird also enger.

Die Beiträge für die Rechtschutzversicherung sind zwischen 2003 und 2013 um 18 Prozent und damit mehr als doppelt so schnell wie die gesamte Schaden- und Unfallversicherung. Das Kostenrechtsmodernisierungsgesetz (2.KostRMog) wird zusätzlich wirken wie eine Lawine: denn für die Anbieter verteuern sich nicht allein die künftigen Prozesse, sondern auch bereits begonnene Fälle. Somit müssen die für diese Fälle gebildeten Rückstellungen aufgestockt werden, wenn an der Rechtskostenschraube gedreht wird.

Aktuelle Probleme der Rechtschutzversicherung (siehe DOSSIER) gehen direkt in den Kern: nicht jede mittelbare Einflussnahme auf den Versicherungsnehmer durch den Versicherer ist beispielsweise unzulässig. In welchem Fall überhaupt Versicherungsschutz besteht, beschäftigte auch das BGH. Hier findet auch ein Austausch von Wissenschaft und Praxis statt (siehe POLITICS).

Für 2013 kommt die Rechtsschutz-Branche auf Basis einer Hochrechnung auf eine Schaden- und Kostenquote von voraussichtlich sogar 96 Prozent. Die Auswirkungen des KostRMog sind darin allerdings noch nicht berücksichtigt. (lie/ vwh)

Bildquelle: Thorben Wengert/ pixelio

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