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Quo vadis Generali?

19.02.2016 – otte_wolfgangEin Kommentar von VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte. Nun steht es schwarz auf weiß fest: Die Generali verabschiedet sich in der privaten Altersvorsorge aus dem Maklergeschäft. Diese Entscheidung erscheint unverständlich. Gilt doch das Geschäft mit freien Vermittlern allgemein als Impuls für Innovation und Marktorientierung. Die Marktsituation wird entweder von der italienischen Assicurazioni Generali, dem Alleinaktionär der deutschen Gruppe, falsch eingeschätzt oder bedeutet den Anfang noch größerer Umwälzungen in der Generali Lebensversicherung in München.

Es scheint fraglich, ob der Exklusiv-Vertrieb kurzfristig genügend zusätzliche PS auf die Straße bekommen kann, um die Lücke, die der Verlust des Maklergeschäfts aufreißt, zumindest ausgleichen zu können. Schon jetzt schwächelt in weiten Teilen der Branche das Neugeschäft in der Lebensversicherung, das dürfte auch auf die Generali zutreffen. Möglicherweise kommt jetzt als zusätzlicher Vertriebskanal auch wieder einmal die DVAG ins Spiel, die bereits als großer Player im Vertrieb der deutschen Generali-Gruppe tätig ist (siehe UNTERNEHMEN).

Die Entscheidung der Generali kann aber auch das Ende vieler zusätzlicher Maklerverbindungen bedeuten, obwohl das Unternehmen betont, weiterhin Sachversicherungen und die betriebliche Altersvorsorge zu betreiben. Man wird abwarten müssen, ob es der Dialog aufgrund ihrer begrenzten Kapazitäten überhaupt gelingen kann, ersatzweise genügend Neugeschäft zu generieren. Quo Vadis Generali? Diese Frage stellt sich mehr denn je zwischen Triest und München. (wo)

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