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Querdenken erlaubt: Smart Service für teure Risiken

25.11.2014 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Mehrwert und Sicherheit sind die zentralen Faktoren, wenn es darum geht, dass datenbasierte Versicherungstarife in Gesundheit und Kfz zum Erfolg werden. Consumer-IT “Made in Germany” – der Zug ist laut Accenture-Chef Frank Riemensperger weitgehend abgefahren. Bei der Schaffung der Smart Service Welt werden die Karten neu gemischt – nur mit dem Kunden werden Daten auch zur Währung der Zukunft.

Heute geht es dem High-Tech-Branchenverband Bitkom um aktuelle Trends für den Wirtschaftsstandort. Mit von der Partie: Accenture-Chef Frank Riemensperger mit seinem Plädoyer für die Industrie 4.0 inklusive der Smart Service Welt (siehe MÄRKTE). Er sieht konkret neue Geschäftsmodelle auch für Versicherer.

Der gläserne Patient ist mit dem autonomen Fahrzeug existenzieller Bestandteil dieser Vision: erste Versuche Versicherer laufen, dem Begriff seinen Schrecken zu nehmen. Die Generali will spätestens in anderthalb Jahren hierzulande aktiv werden. In Südafrika hat die Discovery-Versicherung einen entsprechenden Tarif längst etabliert, der offen mit Vergünstigungen bei der Kreditkarte und Freikarten fürs Kino wirbt (siehe DOSSIER).

Die Möglichkeiten von Smart Services basieren auf Visionen und auf Risikoanalyse – Querdenken in Richtung der alltäglichen Risiken kann hilfreich sein, wie Risikoforscher Ortwin Renn eindrucksvoll demonstriert. Seine These: “Wir fürchten uns vor dem Falschen.” (siehe MÄRKTE).

Versicherern kommt bei der Telematik für den Patienten zugute, dass Daten erhoben werden können, die tatsächlich für ein breites Spektrum an teuren Risiken wie Adipositas, Lungenkrebs und Leberschäden wertvolle Daten liefern können. Doch damit die Volksgesundheit auch wirklich jenseits der Selbstoptimierer – für die sind obengenannte Krankheiten ohnehin keine Themen – in den Blick kommt, muss für Versicherte erstens ein Mehrwert kommuniziert werden, der zur freiwilligen Herausgabe der Daten motiviert.

Zweitens muss das Thema Datenschutz so angegangen werden, dass eine Verwendung der Daten transparent wird – nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Versicherten, versteht sich. Denn an anderer Stelle kann eindrucksvoll begutachtet werden, wie Daten mitunter eigenartige Wege gehen. Denn: wer würde seine Daten schon freiwillig bei der Schufa eingeben?

Innenminister Thomas de Maizière hat gestern gesagt, wie Daten zur Währung werden können – Datenschutz ist für ihn entscheidender Wettbewerbsfaktor.

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