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Postbank-Studie: Weniger Altersvorsorge mit LV-Policen

15.10.2013 – Postbank-finanzKnapp die Hälfte aller Berufstätigen möchte die private Vorsorge auch vor dem Hintergrund der anhaltend niedrigen Zinsen nicht erweitern. Das ist eines der Ergebnisse der gestern veröffentlichten Postbank-Studie „Altersvorsorge der Deutschen”. Unter denjenigen, die ihre Altersvorsorge ausbauen wollen, beabsichtigen nur fünf Prozent in eine klassische Lebensversicherung mit Kapitalauszahlung zu investieren.

Die Immobilie hingegen ist gefragter denn je. Ein Drittel der Berufstätigen mit Plänen zum Vorsorgeausbau möchten ein Haus oder eine Wohnung zum Selbstbezug kaufen. Das sei „fast die Hälfte mehr als noch vor fünf Jahren”, heißt es in einer Information der Postbank. Gut zwei Drittel aller Deutschen sehen in dieser Investition die „ideale Form der Alterssicherung”. Andere Anlagen wie die Lebensversicherung büßten insbesondere durch die Niedrigzinsphase an Ansehen stark ein. So halten nur noch elf Prozent der Deutschen eine Lebensversicherung für „besonders rentabel”. Für eine Riester-Rente interessieren sich nur noch neun Prozent der Berufstätigen, die ihre Altersvorsorge erweitern wollen.

Dass die Hälfte der 1.553 Befragten die private Vorsorge nicht ausbauen möchten, ist ein Alarmzeichen. Denn dies ist der höchste Wert in der seit zehn Jahren durchgeführten Postbank-Studie. Anfangs lag die Quote der Verweigerer um 17 Prozent niedriger. Überdies ist das Interesse an Informationen zur Altersvorsorge stark gesunken. Besonders bei jungen Berufstätigen unter 30 Jahren ist das der Fall. Ein Drittel weniger als vor zehn Jahren ist in dieser Gruppe an diesen Informationen interessiert. Zudem hatten vier von zehn Berufstätigen noch nie eine fachkundige Beratung zu diesem Thema bei einem Finanz-, Steuer,- Bank- oder Versicherungsberater.

Die auf einen neuen Tiefststand mit 3,48 Prozent gesunkene Stornoquote der Lebensversicherungen im vergangenen Jahr belegt allerdings, dass Bestandkunden den LV-Produkten die Treue halten. Ungünstig wirkt sich dies auf den Zweitlebensversicherungsmarkt aus, der seit der Bankenkrise in Deutschland einen herben Rückschlag erlitten hat und das 2012 erreichte Ankaufsvolumen von rund 200 Millionen Euro in diesem Jahr nicht mehr erreichen wird. Das hat auch mit den politischen Unsicherheiten zu tun, die auch die Lebensversicherer bekümmern wie die gerichtlich erzwungene Beteiligung von Versicherten, wenn sie ihre Policen vorzeitig kündigen. Das macht die Kalkulation des inneren Wertes einer zum Verkauf stehenden Lebensversicherung für Policen-Ankäufer schwer. (Siehe DOSSIER)

Foto: Altersvorsorge auf dem Rückzug, Gründe vielschichtig (Quelle: vvw)

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